Nic Armstrong – The Greatest White Liar

von Benjamin am 12. September 2005

in Musik!

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Eine kleine Zeitreise in das Jahr 1966. Die Beatles haben grad Revolver veröffentlicht und McCartney/Lennon schreiben neue Songs. Wie könnten Sie klingen? Der Beatles-Kenner sagt nun: Wie Penny Lane oder Strawberry Fields Forever oder Being for the benefit of Mr. Kite oder eben wie die Songs von Nic Armstrong. Man hört den Beat, den Blues, den Rock und wunderschöne Balladen.

Beginnen tut dieser Silberling mit zwei schnelleren Stücken, Beat-Songs eben, und dann wird kuschelig: In your arms on my mind – Eine Ballade, gestrichenes Schlagwerk, schöner Text, eine Liebeserklärung: Nie peinlich, nie schmalzig! Hey, nicht einschlafen, ruft der nächste Song: Man löst sich auf der Umarmung und auf der Tanzfläche ist der Paarkuscheltanz zu Ende – ROCKEN, 2 Tracks. Dann wieder eine Ballade, trauriger, langsamer, aber nicht weniger schön. Und wieder nix mit einschlafen. Back in that room heißt der Track und der Raum, in den es geht, ist der mit der Tanzfläche. Hier kann man den Beat auch breitbeinig mitstampfen. Dicke Hose, ein bisschen. Beim nächsten Lied: mitwippen! mehr nicht, aber auch nicht weniger!

She changes like the weather – der Titel ist Programm: ein schöner Sommertag, blauer Himmel, blaue Augen… ein bisschen droht aber auch der Regen!

Und so geht das Album weiter, Rocksongs, Balladen, was zum mitsingen, zum mitwippen. Dann kommt Lied Nummer 11 und es ist passiert: Man hat Bud Spencer und Terence Hill vor dem inneren Auge: Mücke, das Krokodil und sein Nilpferd – dieser Song könnte auf einem dieser Soundtracks sein.

Die verbliebenen 3 Songs sind zwar allesamt unterschiedlich, aber etwas fehlt diesen Songs nie: Intensität, Melodie, Herzblut! Wer das gesamte Album hört, nebenbei oder ganz bewusst, dem bleiben kleine Songfetzen im Ohr, der hat Melodien im Kopf und will mit den Bondgirls der 60er ins Bett (wenn man keine Liebste hat).

Ein großartiges Album für Fans der Beatles, die auch vor Revival-Alben nicht zurückschrecken. Retro ist nicht schlimm, wenn es gut gemacht ist. Und hier ist es definitiv gut gemacht!

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{ 3 Kommentare… read them below or add one }

1 Sterereo September 12, 2005 um 17:07 Uhr

Vergleiche mit den Göttern? Den Beatles? Und ausgerechnet diese Perlen der pre-psychedelischen Musik? Geht das gut? Ich hoff es mal, auf jeden Fall hat es gereicht mich neugierig zu machen. Wieso hab ich den schonmal gelesen und noch nie gehört!?!

2 RockinBen September 13, 2005 um 11:11 Uhr

Habe den CD-Tipp auch nur von Hififi, da siehste mal, was der Dir vorenthält!!!

3 Sterereo September 13, 2005 um 16:41 Uhr

Entweder dass, oder ich habe ihm nicht richtig zugehört. Naja, jetzt hat er wohl keine andere Wahl mehr, als mir die CD mit zu bringen! 🙂

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