My Name Is Music – Revolution

von Hififi am 9. April 2010

in Musik!

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Schon als ich den Namen des ersten Songs auf „Revolution“ das erste Mal las, schwante mir nichts Gutes. „Heehaw“ heißt er, aber man muss ihm eine Chance geben, es soll ja schon Eltern gegeben haben die ihr Kind Ingfried (kein Witz!) genannt haben und dann wurde besagter Ingfried in der Grundschule der beste Freund. „Heehaw“ ist allerdings so eine Art Arschkind, viel Lärm um nichts, ein Blender gleich an erster Stelle.

Phoebe Hall und Niki Altmann aus Wien stecken hinter My Name Is Music und zu Frau Hall lässt sich sagen, dass sie eigentlich ganz gut singen kann und zwei „schlagende Argumente“ hat, angenommen das ist sie auf dem Cover. Die beiden sind auch privat ein Paar, soviel zur Trivia und nun zur Musik. Die ist notgedrungen – oder konzeptionell whatever – reduziert: Gesang, Gitarre und Schlagzeug, allerdings angenehm wenig an White Stripes und Co gemahnend. Dafür soll es funky sein und „That’s What I am“ sich an Gossip anlehnen, die sich an einigen Singlehits in letzter Zeit erfreuen durften. Nun aber auch nicht unangenehm anbiedernd, ist besagter Song durchaus als ein Albumhighlight zu sehen. An nächster Stelle folgt eine andächtige Ballade, die Ernsthaftigkeit transportieren soll und es auch schafft. „Queen Of The World“ überrascht dabei durchaus ein wenig, da es aus dem Rahmen fällt und sogar noch spartanischer instrumentiert ist, als die Vorgänger. So begleitet Niki Altmann die Sangeskünste seiner Freundin nur an seiner verhallten Achtziger Jahre-The Cure-Gedächtnisgitarre. Und schon haben wir ein wirkliches Albumhighlight, dass über den ein oder anderen durchwachsenen Song, der da noch folgen soll, hinwegsehen lässt. „Revolution“ ist sicherlich keine ausdrückliche Kaufempfehlung, aber eine Warnung würde sich sicher anders lesen.

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