My Glorious – Home Is Where The Heart Breaks

von Benjamin am 6. Februar 2010

in Musik!

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Einen Newcomer kann man My Glorious aus Österreich nicht mehr nennen. Mit „Home is where the heart breaks“ erscheint zwar ihr erster Longplayer, aber wer auf über 150 amerikanischen College Radios gespielt wird und bereits dreimal (in 2 Jahren) auf einer Amerikatour war, der ist schon gut im Geschäft.

Eigentlich machen My Glorious „stinknormale“ Rockmusik: Eingängigkeit zum verspielten Bass (Gregor Sailer) und garagigen Schlagzeug (Gregors Zwilling Paul), dazu eine Gitarre und eine typische Rockstimme (beides Samuel Fischer), die gelegentlich an Dave Grohl erinnert. Wenn zunächst einfach und normal klingende Rockmusik den Zuhörer packt und die Spielfreude der Band auch aus der kleinsten Ritze des Silberlings dringt, dann müsste die Band eigentlich aus Koblenz kommen oder zumindest von einem Ebelhäuser produziert worden sein. Aus der großen Blackmail-/Scumbucket-Familie hat hier aber niemand die Finger im Spiel. Die Breite der Songs ist groß: da gibts den Indie-Tanzrock „You should be dancing“, große Alternativrockanleihen („Blind Believer“, „Blue Horizon“), fast schon Coldplayhaftes („Horse“). Interessant ist vor allem, dass selbst Alternative Rock-Songs nicht langweilig klingen müssen und durch ungewöhnliche Soundeinsprengsel aufgefrischt werden, experimentelle Passagen, die ein wenig nach Studiojam klingen. My Glorious überlegen übrigens nach den ganzen Erfolgen auf der anderen Seite des Atlantiks, in die USA überzusiedeln. Die Amis lieben Alternative Rock, mit My Glorious bekämen sie aber richtig guten auf die Ohren!

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