Mquestionmark – One For All All For One

von Pynchon am 2. Juli 2010

in Musik!

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Mit ihrem ersten unabhängig produzierten Album macht sich die 2005 gegründete Band Mquestionmark das alte Musketier-Motto zu eigen, was insofern schon mal passt, dass wir es mit vier Mitgliedern (darunter einer Frau) zu tun haben, die allerdings nicht aus gallischen Gefilden, sondern aus Italien stammen. Dort dürfte die Band auch schon einen gewissen Bekanntheitsgrad erreicht haben, was mit der fleißigen Tour-Aktivität kreuz und quer durch Italien zusammenhängen dürfte. Überraschend vielleicht, dass sich die Musik überhaupt nicht italienisch anhört, wobei sich meine beschränkte Kennerschaft der italienischen Musikszene vor allem darauf beschränkt, was ich bislang so an italienischen Alben für diese Seite besprochen habe, darüber hinaus denkt man vermutlich mit gemischten Gefühlen an diverse Italo-Popergüsse der 80er Jahre mit viel Synthesizer und Plastik-Sound.

Nicht so hier: Mquestionmark spielen Indie-Rock und hören sich in einigen Stücken verdächtig nach Maximo Park an. Zwar findet sich auf „One For All All For One“ kein unmittelbarer „Velocity“-Nachkomme, aber im Geiste der energiegeladenen, frohgestimmten Rockmusik mit griffigem Bass, tanzbarem Rhythmus und hymnischem Gesang musizieren die Italiener zweifellos. Beim Song „Swot Ridiculous Joey“ klingen dann plötzlich die Jane’s Addiction der „Ritual De Lo Habitual“-Ära in den frühen Neunzigern durch. Das reicht zwar nicht an einen Klassiker wie „Three Days“ heran, gefällt mir aber trotzdem. Überhaupt ist die zweite Hälfte des Albums, das tatsächlich in eine A- und B- Seite unterteilt ist, etwas tief-, bzw. abgründiger geraten, die Maximo Park-Euphorie der ersten Hälfte wird etwas in den Hintergrund gedrängt.

Wie dem auch sei, Mquestionmark überraschen mich. Das feine Gespür für anspruchsvollen Indie-Rock und interessante Kompositionen ist unüberhörbar – feines Album!

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