Mountain Man – Made the Harbor

von Benjamin am 17. Juni 2010

in Musik!

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Mountain Man sind ein Folkterzett, das viele Stücke A Capella singt. Molly Erin Sarle, Alexandra Sauser-Monnig und Amelia Randall Meath heißen die drei Damen, die sich am Kunstcollege in Bennington kennen und schätzen lernten. Das Ergebnis des Kreativprozesses ist „Made the Harbor“.

Mountain Men wurden die Trapper in den Rocky Mountains genannt. Die Naturverbundenheit der Pelzjäger teilt das Frauentrio und wird in den Stücken „Buffalo“, „River“ oder „Honeybee“ deutlich. Die sentimentalen Texte sind aber sehr in der Frauenperspektive gehalten, also kein raues Rocky Mountains Leben. Melodien und vor allem Harmonien sind die Stichworte. Der mehrstimmige Gesang wird meistens nur von der Klampfe, manchmal auch gar nicht begleitet. Alles ist sehr reduziert. Allerdings wirkt „Made the Harbor“ auch ein wenig wie der psychedelische Folk der 1970er Jahre. Erinnert also an Linda Perhacs, die in den 70er ein schlecht verkauftes Album aufnahm, heute aber von allen Folkgrößen zitiert wird. Wer Linda Perhacs nicht kennt, der kann sich die Fleet Foxes in weiblich vorstellen und kommt Mountain Man nahe: Auch hier Harmonie, mehrstimmiger Gesang, reduzierte Instrumentierung. Auch wenn die kurzen Songs teilweise wie Fragmente wirken, ist „Made the Harbor“ ein gutes, rundes Album.

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