Monsters of Folk – Monsters of Folk

von Benjamin am 13. Oktober 2009

in Musik!

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Conor Oberst, Jim James, M. Ward und Mike Mogis befanden sich 2004 auf der Tour „An Evening with: Bright Eyes, Jim James and M. Ward“ und hier muss die Idee entstanden sein zusammen zu musizieren. Da die Fans die Tour „Monsters of Folk“ nannten, war auch gleich ein Name für das gemeinsame Projekt gefunden. Über die Jahre ist dann ein Album entstanden, das hier besprochen werden soll.

Auch wenn viele Facetten des modernen Folk auf dem Album zu finden sind, so ist es doch kein reines Folk-Album. Elektronische Instrumente – damit meine ich nicht die stromverstärkte Gitarre – waren keineswegs tabu. Die vier Musiker wollten sich gegenseitig inspirieren und legten sich vielleicht auch deshalb nicht auf Instrumente oder Stile fest. So beginnt das Album auch mit einem Popsong („Dear God (Sincerely M.O.F)“), bei dem so einige Klangteppiche übereinanderlegt werden, durchaus sowohl von den 80ern als auch vom TripHop beeinflusst sein könnte. Dazu R’n’B-Gesang. Nach dem unerwartetem Auftakt ein Folkrocker im 3/4 Takt: „Say Please“. „Losing your Head“ ist Alternative Rock mit Klavier. „Map of the world“ ist geprägt von Percussions und klingt mit der Flöte und den dämonisch-meditativen Ahhs wie ein Lied für Blumenkinder. Desöfteren gibt es auch nur akustischen Folk, gerne auch mit mehrstimmigen Gesangspassagen („His Master‘s Voice“). Einige Songs könnte man sich durchaus auch auf einem Album der Hauptprojekte der Bandmitglieder vorstellen, jedoch würden diese Lieder keine herausragenden Nummern sein. Von daher weiß ich nicht, wie ich das Album bewerten soll. Es ist ziemlich heterogen, man hört, dass sich hier vier kreative Köpfe austoben wollen. Alle verstehen ihr Handwerk, alle haben ein Gespür für gute Melodien und deshalb ist das Album bestimmt auch nicht schlecht. Aber so richtige Begeisterung kommt bei mir nicht auf. Schade.

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