Monkeeman – Life in the backseat

von Benjamin am 26. Juli 2008

in Musik!

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Die Berliner Britpop-Combo Monkeeman veröffentlichen bereits das dritte Album. Berücksichtigt man das, so fällt es schwer, „Life in a backseat“ gut zu finden. Irgendwie klingt das ganze nach einem guten Demo und wenn man die Liste der Personen durchgeht, mit denen Drummer Paul Kaiser zusammengearbeitet hat, dann versteht man das Werk gar nicht.

Aber fangen wir vorne an. Powerpop mit „FaFaFaFa“ im Refrain und sozialkritischem Text begegnet uns bei „in it for the money“. Ja, das klingt nach Britpop mit Street-Attitude. „Lonely Guy“ beginnt mit lakonischem, an The Strokes erinnernden Gesang. Aber auch hier wieder Powerpop. „Socialism“ kritisiert Linke in Anzügen, die ihre eigene Bewegung verraten. Und so gehts weiter. Man hat das Gefühl, hier steckt ehrliche Arbeit drin, hier kennt sich jemand in der (britischen) Popmusik aus. Die musikalischen und textlichen Einflüsse von Ralf Lübke, der alle Songs selbst geschrieben hat und auch das Album mit zwei Bandkollegen zusammen in Eigenregie produziert hat, sind deutlich: Mod, Punk, Britpop. Bier, aufgedrehte Verstärker, ein paar „schräge“ Sound-Ideen, um es nicht ganz so glatt wirken zu lassen. So richtig schlecht ist das auch nicht, aber auch alles andere als wirklich gut. Beim Hören ist man versucht, das zu suchen, was gut ist, weil es irgendwie sympathisch wirkt. Aber wenn an 9. Stelle des Albums mit „Town of the lost“ ein Ska-Song ertönt, dann endet das Suchen nach dem Guten, weil man sich irgendwie sicher ist: man findet es nicht! Und bei jedem weiteren Hördurchgang wirken die Texte noch plakativer. Schade!

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