Moneen – The world I want to leave behind

von Benjamin am 16. April 2010

in Musik!

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Mit dem Alternative-Rock ist das so eine Sache: es gibt ihn nicht mehr. Fast alles, was früher Alternative-Rock gemacht hat, und Alben die als Alternative-Rock betitelt wurden, werden jetzt zu Emo-Core-Alben. Beim Emo ist meist der Gesang ein bisschen schreiiger, die Gitarren stakkatierter gespielt und irgendwie wird noch Drama injiziert. Emo ist wie hysterischer Rock. Nehmen wir diese Attribute und subtrahieren von allem wieder ein wenig, dann sind wir bei „The world I want to leave behind“ von MONEEN angelangt. Sie klingen wie gepimpter Alternative-Rock, dem man den Pimp wieder ein wenig abgebaut hat. Wie ermüdet. Dass jedes Rock-Album nicht die große Sensations-Show sein muss, um Aufmerksamkeit zu erlangen, ist auch mir klar. Man kann gediegen auch gut sein. MONEEN sind das irgendwie genau zur Hälfte. Das macht es so schwer, von ihrem Album begeistert zu sein. Es herrscht zu viel Mittelmäßigkeit; im Songwriting, in der Produktion (obwohl die von David Bottrill kommt), im Sound. Trotzdem kommt man nicht umhin, MONEEN dann doch zugute zu halten, dass sie den Emo-Aufbruchssound irgendwie konserviert zu haben scheinen. Als sei in den letzten sieben Jahren nichts mehr passiert, so klingt der wie in Plastik eingeschweißte Sound der Band aus Kanada. Wie eine rückblickend erstellte Blaupause des Übergangssounds von Indie-/Alternative- zu Emo-Rock.

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