Miyagi – Miyagi EP

von am 14. Juni 2008

in Musik!

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Münster ist trotz der beiden grandiosen Indie-Klubs Amp und Gleis 22 nicht gerade bekannt als Indiehochburg. Da gibt es die H-Blockx, aber dafür haben sich die Münsteraner nun ja auch schon mehrmals entschuldigt. Die vorzeigbaren Donots wohnen zwar in Münster kommen dann aber doch aus Ibbenbüren, die okayen Muff Potter sagen zwar gern sie kommen aus Münster, sind aber aus Rheine. Einzig erwähnenswert also höchstens The Ghost of Tom Joad und Götz Alsmann, der sogar privat mit Morrissey-Tolle rumläuft.

Klare Tendenz: Da müsste doch eigentlich mal endlich was gehen in Münster, neben Vainstream-Festival und Eurocityfest. Mit ähnlicher Idee haben sich dann 2004 auch die vier Jungs von Miyagi zusammengetan, anfangs als reine Instrumentalkombo und seit 2006 als Quintett mit neuem Hauptdrummer und altem Drummer am Mikrofon. Seit Anfang diesen Jahres sind Miyagi nun beim Berliner Label Richard Mohlmann Records unter Vetrag und jetzt Labelkollegen der Münsteraner Kumpels von The Ghost of Tom Joad. Auf ihrer nun schon zweiten EP – der ersten auf dem neuen Label – präsentieren Miyagi ihre volle Bandbreite dessen, was sie unter Indie verstehen. Das sind elektrifizierende Indiestampfer, bei der jeder Klang den Körper durchströmt um auch den letzten Muskel zum Tanzen zu bewegen. Dabei gibt es klare Referenzen zum heutigen Brit-Pop von The Rakes oder Franz Ferdinand – „Whatever 2.0“ – dann wieder ein bisschen Bloc Party – „Misery / Battery“ mal klingt es auch nach altmodischem Ska-Punk mit Country-Einschlag „Bad Penny“. Immer unterhaltsam und vielversprechend, auf jeden Fall sehr erfrischend im Vergleich zum Meisten, was sich heute Indie nennt, eine Band, die man auf jeden Fall im Hinterkopf behalten sollte.

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