Mitten ins Herz – Ein Song für Dich

von Benjamin am 9. März 2007

in Film ab!

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Eine Romantikkomödie mit Hugh Grant und Drew Barrymore über die Versuche eines ehemaligen Popstars wieder beachtet zu werden. Kitschig, wenn man die Liebesgeschichte betrachtet, aber sehr unterhaltsam, vor allem wenn es um Musik und Karrieren geht.

Hugh Grant spielt Alex Fletcher (Andrew Fletcher heißt der Keyboarder von Depeche Mode, um nur eine 80er Referenz aufzuzeigen), einen Star der 80er Jahre, der seit der Trennung seiner Erfolgsband „POP!“ keinen Erfolg mehr aufzuweisen hat. Sein Geld verdient er mit Auftritten in Freizeitparks und auf Erntedankfesten. Ach ne, der Auftritt wurde ja „vorübergehend verschoben“, wie sein Manager es ausdrückt. Die angesagte junge Sängerin Cora Corman möchte ein Duett mit einem 80er Star singen und fragt bei 8 Musikern an, ob sie ihr einen Hit schreiben könnten. Fletcher, der bei Pop! für die Musik weniger für die Texte zuständig war, erkennt das lyrische Talent seiner chaotischen Blumenpflegerin Sophie Fisher (Drew Barrymore) und schreibt mit ihr einen Song, der Cora Corman natürlich gefällt. Was nun folgt ist die typisches amerikanisches Kino. Es geht um Verrat an den eigenen Idealen, um das Verstecken hinter schmerzvollen Erfahrungen (Moral: Stell dich deinen Ängsten und du erreichst dein Ziel) und natürlich wird alles gut.

Was an diesem Film für mich/ für hififi.de interessant ist, ist der ironische Blick auf die Popwelt der 1980er Jahre. Allein das Musikvideo zur Filmband „POP!“ ist so wunderbar bunt und hochtoupiert, dass sich der Eintritt gelohnt hat. Alles wird zugespitzt: Im TV wird ein „Battle of the 80’s“ übertragen bei der ehemalige Musikstars gegeneinander in den Boxring steigen und der Gewinner darf singen. Der Zuschauer muss sich die Bilder dazu leider selbst ausdenken. Ehemalige Stars in Freizeitparks, die Vorstellung ist nah an der Wirklichkeit, wenn man bedenkt, wer bei Möbelhauseinweihungen auftritt. Cora Cormans Auftritte erinnern an die mit Sexualität überfrachteten Videos von Britney, XTina und Co. Sie versucht die spirituelle Erleuchtung zu finden (Madonna uvm.) und alles was sie will ist Platten verkaufen. Übrigens wird sie gespielt von Haley Bennet, die demnächst ihr erstes Album veröffentlicht. Da schließt sich der Kreis zwischen ironischer Betrachtung und Kommerzialität. Wer sich im Kino unterhalten lassen will und eher weniger Nachdenken, der ist mit diesem Film gut bedient. Für ein Date sicherlich ein guter Film.

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