Miike Snow – dto.

von Pynchon am 27. Oktober 2009

in Musik!

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Hinter Miike Snow verbirgt sich das schwedisch-US-amerikanische Songtüftler-Trio Christian Karlsson, Pontus Winnberg und Andrew Wyatt (wer von denen der Ami ist, wird jetzt aber nicht verraten), das mit seinem Debüt eine tanzbare Elektro-Pop Scheibe abliefert – wobei, ehrlich gesagt, elektrischer Pop ja traditionell ohnehin nicht als Tanzflächen-feindlich eingestuft werden dürfte.

Da man eine neue Gruppe ja am besten beschreiben kann, indem man einige Referenzgruppen heranzieht, erinnern mich Miike Snow in ihren Eröffnungstiteln schon mal ziemlich stark an das australische Duo „Empire of the Sun“, sowohl was den hymnisch verspielten Gesang anbetrifft, als auch die leichtfüßig poppigen Melodien, die nicht in anspruchsvolle Höhen kompositorischer Meisterschaft wie etwa bei den ebenso melodieverliebten, aber doch um einige Klassen enteilten „Grizzly Bear“ reichen, dafür aber mit unverkennbar viel Verve zu Werke gehen und einige schöne Nummern abliefern.

So etwa „Song for no one“, hübsch ausgetüftelt und abwechslungsreich, dabei stets das harmonische Ganze im Ohr. Leicht konsumierbar, sicherlich, aber Miike Snow sind offensichtlich ohnehin nicht mit dem Anspruch gestartet, die Musikkritiker der Feuilletons in Ekstase zu versetzen. „Black & Blue“ ist ein weiterer Titel, der genannt werden sollte. Elektro gepaart mit gekonnten Piano-Passagen, das funktioniert ziemlich gut, auch wenn dieser an die 80er Jahre erinnernde Stil-Mix in letzter Zeit schon ziemlich in Mode gekommen ist.

Daneben, um ein bisschen Salz in die Instant-Suppe zu streuen, findet sich auch einiges eher Langweiliges. „A horse is not a home“, um mal einen Song dieser Kategorie anzuführen, ist doch alles in allem ziemlich durchschnittlich und plätschert müde seines Weges.

An das für mich überraschend gute Debüt der bereits genannten „Empire of the Sun“ reichen „Miike Snow“ letztlich nicht heran, doch mit der in diesem Jahr ebenfalls sehr populären „La Roux“ können sie – abgesehen von der Sahne-Popschnitte „Bulletproof“ – durchaus mithalten.

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