Mew – And The Glass Handed Kites

von Sterereo am 29. März 2006

in Musik!

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Dieses Album beginnt mit einem Tier von Opener. Dynamisch zieht der Spannungsbogen an und springt kurz entschlossen in den 2. Track über – ein Intro vom feinsten. Und auch was danach kommt lässt verzücken: Wundervolle Melodien, herrlicher Gesang und Gitarrenklumpen wie von „…And You Will Know Us By The Trail Of Dead“.

Mit „Circuitry Of The Wolf“ beginnt das Album eindrucksvoll. Danach wird etwas Tempo herausgenommen und Klavier, Synthie und süße Stimmen lullen den beschwingten Hörer ein. Nach diesen leisen Tönen wird (im Track „Fox Cub“) Anlauf genommen und das großartige „Apocalypso“ beginnt. Die Gitarren sind hier immer präsent und ungebändigt. Alles schaukelt sich langsam hoch, dem Ende entgegen und dazuwischen der Refrain mit dem beschwörerischen care-line/care-line/thumped it up. Die letzten Sekunden schwingt ein eingängiger Beat mit aufdringlichem Synthie-Effekt diesen Track einmal mehr nahtlos in den nächsten: Special. Das Rezept ist immer dass selbe: Eine (bis zwanzig) Stimme(n), wundervolle Melodien vom Synthie und Keyboard garniert mit spacigen Gitarren. Manchmal driftet es etwas ab (so geschehen bei „Zookeeper’s Boy“) und es wird schmalzig. Doch auch nach mehrmaligem durchhören offenbaren sich die Songs nicht komplett. Musikliebhaber, denen bei langsamen Passagen auch mal langweilig wird, ist dieses Album aber abzuraten, denn „And The Glass Handed Kites“ muss erobert werden, wie ich es bisher nur bei der „Trust Us“ von Motorpsycho erlebt habe, und hierbei fehlen sogar die Lärmorgien (was es sicherlich einfacher macht). Doch Vorsicht: Der Opener und die Single lassen schnell den Trugschluss zu, Mews zweites Album hätte energiegeladenen Rock zu bieten. Dies stimmt allerdings nur bedingt, denn über weite Strecken lebt das Album von den Melodien und dem sehnsüchtigen Gesang, verpackt in bittersüßen Balladen.

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