Metro – We're Never Sexy

von Hififi am 12. April 2009

in Musik!

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Richtig Probleme bekommt der gemeine Rezensent erst, wenn Musik gar nicht berührt, wenn sie den Buckel runterrutscht und irgendwo in den Gehörgängen, statt sich ein zu nisten, einfach verpufft. Klingt jetzt ja schon fast wieder zu negativ, denn die fünf Songs auf „We’re Never Sexy“ sind völlig in Ordnung, so Marke nett, ok, ganz in Ordnung, tut nicht weh, all so was. Aber jetzt mal ehrlich, dafür sind wir Schreiberlinge ja nicht da, um salomonisch etwas ganz nett zu finden. Also, was tun? In dem Fall gilt, nett ist der kleine Bruder von Scheiße, jetzt aber auch nur um der ganzen Sache eine Tendenz zu verleihen.

Ist etwas denn nur schlecht, wenn es richtig nervt, oder geht es schon damit los, dass es reicht, sich nicht belästigt zu fühlen? Andererseits gibt Beispiele von Künstlern, die versucht man bedingungslos Scheiße zu finden um trotzdem nie die Radiofrequenz zu wechseln, wenn sie gespielt werden. Dann wär’s doch konsequent querbeet alles Scheiße finden zu können, auch wenn es per se ja schon der Musikrichtung entspricht, die man favorisiert. So wechselt der Verfasser dieser Zeilen mittlerweile konsequent bei Maximo Park den Sender, nur um dann bei Silberjuli hängen zu bleiben.

So, Stichwort Maximo Park, deren Art Indie-Pop mir seit dem letzten Album auf die Nerven geht, blöd nur, dass Metro aus Luxemburg dieses Album offensichtlich häufig gehört und sich mit Paul Smith und Konsorten ja auch schon die Bühne geteilt haben. Aber Metro haben nicht vorher ein großartiges Album abgeliefert und dann den pop-afinen Gegenentwurf auf den Markt geworfen. Trotzdem weiß ich einfach nichts zu schreiben über „We’re Never Sexy“, außer das der Titel passt, rein musikalisch.

Jetzt aber noch mal ausdrücklich: Diese EP ist für Leute, die gerne die Killers oder eben die aktuelle Maximo Park hören, absolut passend. Und auch ich räume ein, dass sie auf einer Party durchaus Potential hätte, aber was ist das schon für ein Kriterium. Nichts für ungut!

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