Mercury Tide – Killing Saw

von JonesKorn am 20. Juni 2012

in Musik!

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Gut 10 Jahre war es still um Dirk Thurisch, dem ehemaligen Sänger von Angel Dust. Denn bereits 2003 hatte er durch “Why?” sein Nebenprojekt Mercury Tide mit einem Album gekrönt. Anno 2012 folgt nun die zweite Scheibe “Killing Saw”, aus dem Neben- ist ein Hauptprojekt geworden und bis auf Dirk ist auch die Besetzung komplett ausgewechselt worden.

Hauptprojekt deshalb, weil Dirk für sich das Kapitel Angel Dust geschlossen hat. Und weil bereits im letzten Jahr einige Shows mit Mercury Tide gespielt wurden, scheinbar ist keine weitere Dekade Schaffenspause geplant. Bei der Besetzung hat er sich bei The Spook bedient (Sim Reaper und Chris Dagger) und außerdem mit dem Schlagzeuger Carsten Rehmann gleichzeitig einen Produzenten an Bord geholt. Gute Voraussetzungen möchte man meinen, alles keine Anfänger.

Musikalisch wird mit dem Heavy Metal geliebäugelt, allerdings auf einer anderen Welle als die neuen “klassischen” Heavy Metal Bands wie Skull Fist, Elm Street oder Screamer (um nur ein paar aufzuzählen) es vormachen. Auf “Killing Saw” geht weniger puristisch, dafür etwas komplexer zu Werke. Auch der Melodic Metal findet seinen Einzug und schmückt die Titel aus.

Leider gelingt das nicht allzu überzeugend: konzentriert man sich nicht aufs Zuhören, dann gleiten die Titel ab “World Of Pain” über die Ballade “Alone In My Room” bis hin zu “You Cannot Save Me” schlicht am Ohr vorbei. Und das sind immerhin die Titel fünf bis zehn und damit hinsichtlich der Gesamtanzahl der Lieder genau die Hälfte des Langspielers. Auch textlich ist das nicht immer berauschend.

Danach schafft es nur noch “No More Pain” kurz auf sich aufmerksam zu machen. Da denke ich irgendwie an “I’d hold you, I’d need you [...]” (aus “In These Arms” von Bon Jovi), ehe “Have No Fear” das musikalische Dutzend nach knapp 50 Minuten abschließt. Der wirklich gute Start des Albums wird hierdurch doch arg getrübt, bei durchgängig guter Produktion und professioneller Instrumentenbeherrschung. Daran liegt’s wirklich nicht, dass da keine Missverständnisse aufkommen.

Bleibt der Verweis auf eben diesen guten Start, der mit dem Namensgeber “Killing Saw” sowie “Home” und “Searching” drei Titel ins Rennen schickt, die es durchaus auf einen persönlichen Sampler von mir schaffen könnten. Und die ich hiermit direkt weiterempfehle, auch live stelle ich mir die richtig gut vor. Potential sowohl zum headbangen als auch zum Mitsingen haben sie jedenfalls.

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