Meine Kleine Deutsche – Roky

von Benjamin am 2. Dezember 2006

in Musik!

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Wenn einen etwas aus dem Minimal-Sumpf retten kann, in den man durch schlechten Rock (DEN ES ZUHAUF GIBT!) geraten ist, weil man einen Ausgleich brauchte, dann kann es nur eine Band wie MEINE KLEINE DEUTSCHE und ihr Album „Roky“ sein. Wenn schon rotzig, dann bitteschön richtig. Rotzig all the way. MEINE KLEINE DEUTSCHE machen es richtig, indem sie nicht versuchen aus dem Gerüst des Garage-Rock (diese Bezeichnung bestimmt durch den Sound) auszubrechen; durch alberne pseudoanspruchsvolle Riffs oder so – sie bleiben innerhalb dieses Rahmens. Garage-Rock definiert sich u.a. durch kaum wahrnehmbare Einzelheiten oder Details der Instrumente sondern durch eine Textur, die sich aus den verzerrten Gitarren und der nach hinten gemixten (teils verzerrten) Stimme ergibt. Dieser Textur geben MEINE KLEINE DEUTSCHE vor allem durch Moll-Akkorde einen Charakter. Das ist entscheidend für einen verzweifelten Grundton (auch des Gesangs) in der Musik. Sie bevorzugen in den Tonfolgen eine kleine Terz im Verhältnis zum Grundton. Und von nun an soll dies eins der wichtigen Kriterien sein! Die Bevorzugung der kleinen Terz im Verhältnis zum Grundton. Und MEINE KLEINE DEUTSCHE haben es als erste geschafft: „Kleine Terz approved“.

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