Mein Mio – Irgendwo in dieser großen Stadt

von Benjamin am 21. August 2009

in Musik!

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Wer sich nach einer Figur von Astrid Lindgren benennt, dem fliegen ja eh schon alle Herzen zu. Wenn man dann noch Gitarren-Pop mit wehmütig-träumerischen Melodien macht, dann ist man Mädchenschwarm. Nur irgendwie zündet das Debüt von Mein Mio bei mir nicht.

Bandname und Albumtitel zeigen, dass man es hier mit deutschsprachiger Musik zu tun hat. Wie oft erwähnt, lauert hier schon mal die Text-Gefahr. Gelegentlich tappen Mein Mio dann auch in die Phrasenfalle: „Wir bauen alles auf und reißen’s wieder ein“ heißt es in „Nichts was hilft“, in „So wie ihr“ spürt Sänger Sebastian Block „dieselbe Wut“ und hat „dieselben Fragen“, singt es zu seichter Musik und „lebt so wie ihr“. Irgendwie sympathisch und nett, aber eben ständig diese Phrasen. Dann fängt aber „keine Lust auf morgen“ mit den pfiffigen Textzeilen an: „Du glücklicher Idiot, du wirst es nie kapier’n, geboren mit Verstand um ihn zu ignorier’n“. Ja, es geht doch! Aber dann alles zu diesem vorhersehbaren Gitarrenpop. Irgendwie will man sie gut finden, man muss es nicht, man wird der Musik schnell überdrüssig. Man hat vieles so ähnlich auch schon mal gehört. Es ist lieb, nett, schön. Aber wer verliebt sich in die liebe, nette, schöne Person, die keine Kanten hat?! Ein sicheres Geschenk für eine gute Freundin, die gerne Gedanken nachhängt und ein bisschen träumt. Ja, Mein Mio machen Mädchenmusik galore.

Wieder auf Tour mit neuer Verlosung! Infos in der News.

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