Meike Schrader – Das Grün in deinen Augen

von Pynchon am 11. April 2012

in Musik!

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Auch wenn die Coverzeichnung, neckisch dreinschauende Sängerin mit hinter dem Kopf verschränkten Händen, die Erwartungen ein wenig in Richtung frecher Girlie-Pop lenkt, hat die Musik der Hamburgerin Meike Schrader damit gar nichts gemein.

Dazu ist ihre Altstimme zu tief und erdig, und die Musik auf „Das Grün in deinen Augen“ nicht süß oder radiokompatibel genug. Zum Glück. Im Gegensatz dominieren sanfte, von Pianoklängen getragene Stücke, die dem Chanson (das verspielte „Ach Bitte“ z.B.) und ein wenig mehr dem Jazz verpflichtet sind. Dazu poetische Lyrics, die den tiefgründigen Charakter von Meike Schraders Musik unterstreichen. „Fort, fort, fort – alles verschwindet / Der Moment, ach, so kostbar er ist, ist doch nur ein Moment“, klagt die Sängerin in „Ein neuer Tag“, und etwas schwermütig und flüchtig sind auch viele ihrer Songs.

Viele Stücke wie den chansonartige „Kaffeehaussong“ höre ich mir schon gerne an, doch zweifle ich bei aller Kunstfertigkeit, wie lang mir dieser durchaus ehrenwerte Liedermacherinnen-Pop in Erinnerungen bleiben wird. Zum einen habe ich dergleichen schon sehr häufig gehört, zum anderen ist es natürlich vorteilhaft für die Rezeption des Albums, wenn man ein Faible für jazzige Chanson-Musik hat. Bei mir reicht es nur zum wohlwollenden Lob.

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