Meadow Saffron – Leaving The Black Square

von Hififi am 28. Juli 2009

in Musik!

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Meine zarten Öhrchen sind aber auch einfach nichts mehr gewohnt, so haben sie vor fünfzehn Jahren schon dem Death Metal entsagt und wenige Zeit später musste auch noch der Hardcore dran glauben. Seitdem sind Sonic Youth meine Slayer und Fugazi meine Agnostic Front. Soll aber nun nicht bedeuten, dass, wenn es mal ordentlich scheppert und rifft, lieber gebrüllt als geträllert wird, es nichts taugt. Warum erzählt er das? Weil er Meadow Saffron in ihrer durchaus vorhandenen Komplexität in den folgenden Zeilen höchstwahrscheinlich nicht gerecht wird, weil er einfach mittlerweile alt und ruhebedürftig ist.

Spaß beiseite, Slint und Fugazi gehen ja heutzutage auch noch, irgendwie, nicht allzu oft, aber wohldosiert immer gerne genommen. Der Vierer vom Fuße des Rothaargebirges lässt es ordentlich krachen und sieht sich dabei in der Tradition so einiger Post-Bands, ob nun Rock oder Core, spielt dabei eher keine Rolle. Mogwai, weil der flüssige Übergang von ruhigen Attacken in die nächste Knüppel-Passage eine große Rolle spielt, dredg für die ausladenden Gitarrenspieleren und Fugazi, weil der David halt gerne brüllt. Dabei klingt er wie eine Mischung aus Dexter Holland (The Offspring) und Tom Araya (Slayer) und wenig nach Ian MacKaye (Fugazi), was wünschenswert gewesen wäre. At The Drive-In hat der Promo-Wisch auch noch auf Lager, aber wo die herkommen sollen, ist mir ein Rätsel. Jetzt wird das schon wieder eine kleine Hasstirade auf Waschzettel im Allgemeinen, aber es ist wirklich ein Kreuz mit den Dingern, echt. Genannt sind sie nun, die Einflüsse, die Songs sind nicht wirklich zu unterscheiden, was nicht wirklich fürs Songwriting spricht und ich bin ganz fertig mit den Nerven, so wollte ich doch eigentlich nicht so destruktiv werden. Meadow Saffron sind einfach so dermaßen Sparte, dass ich gar nicht weiß, wem ich „Leaving The Black Square“ ans Herz legen soll. Hardcore sollte der potentielle Hörer schon in seinem Repertoire haben und Post nicht nur als Verzweiflungstat hilfloser Rezensenten ansehen, dann könnte das klappen mit Meadow Saffron.

Ah, offensichtlich kommen David, Timo, Henner und Christoph aus dem Dunstkreis des Siegener Vortex-Clubs. Mir nicht völlig unbekannt und dringend jedem ans Herz gelegt, versöhnt mich diese Tatsache mit der Musik und wenn ich mal richtig „Krawall und Remmi-Demmi“ brauche, dann bitte „Leaving The Black Square“.

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