Martha Wainwright – I Know You're Married But I'v Got Feelings Too

von Benjamin am 1. Juni 2008

in Musik!

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Die kleine Schwester von Rufus legt ihren zweiten Longplayer vor. Nach dem großartigem selbstbetiteltem Debut erwartet man ein gutes Singer-/Songwriter-Album. Ein gutes Album ist ihr auch gelungen, jedoch bleibt ein Fragezeichen.

Martha Wainwright hat eine abwechslungsreiche Stimme, die sowohl Pop-, Rock- als auch Folksongs gut rüberbringt. Aber genau hier liegt mein Problem mit „I know you’re married but I’ve got feelings too“: irgendwie wird nicht deutlich, welches Ziel Martha Wainwright verfolgt: Die Songs wirken überproduziert, als wenn man eine schöne Pflanze zuviel gegossen hätte. Wenn ich eine Platte höre und bei jedem Song mir ein anderer Einfluss auffällt, dann hat das meist nicht gutes zu bedeuten und hier werde ich an viele Pop-Rocksängerinnen erinnert: Die Esoterik einer Alanis Morissette, die Fragilität einer Marianne Faithful, manchmal Tori Amos, Sheryl Crow oder Heather Nova. Die Aufzählung zeigt schon, dass irgendwie die Eigenständigkeit verloren gegangen ist. Wobei es ein Zufall ist, dass das Pink Floyd Cover „See Emily Play“ eine der stärksten Nummern ist. Ansonsten stechen „You cheated me“, „So many friends“ und der Opener „Bleeding all over“ hervor. Alle anderen Songs sind bestimmt toll, wenn sie von Martha Wainwright nur mit Gitarre in einem kleinen Club vorgetragen werden und die melancholischen, bissigen, ironischen und intelligenten Texte voll zum Tragen kommen.

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1 Pynchon September 8, 2008 um 21:06 Uhr

Was soll ich sagen? Ich find´s klasse, abwechslungsreich ja, aber keineswegs überproduziert. Wenn über die Hälfte der Songs klasse ist, gibts für mich nix zu meckern!

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