Martha Wainwright – Bassy Berlin, 26.03.2008

von Sterereo am 4. April 2008

in Feierlichkeiten

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Songs mit einer Message sind nicht so ihr Ding. Songs mit großem Gefühl dafür umso mehr. Sie sind kraftvoll und leidenschaftlich, handeln von Verlust, Neubeginn, Erinnerungen und Hoffnung.

Martha Wainwright – die kleine Schwester von Rufus Wainwright – machte sich zuerst mit der Veröffentlichung ihres Debütalbums vor drei Jahren einen eignene Namen. Am 30. Mai erscheint nun ihre neue Scheibe „I Know You’re Married But I’ve Got Feelings Too“.

Die Folk-Sängerin begleitet sich selbst mit glasklaren Gitarrenakkorden, deren pointierter Sound ihre rauchig-vibrierende Stimme noch kraftvoller erscheinen lässt. Schnell beginnt der Fuß zu den melodiösen Songs zu wippen. Diese Musik kann man sich getrost auf einer nächtlichen Autofahrt in den CD-Player schieben. Oder man legt sich auf den Boden im Wohnzimmer, stellt zwei Boxen direkt neben die Ohren, drückt auf Play und schließt die Augen.

Für einige Momente entführt Martha Wainwright den Hörer dann in ihre entrückt-faszinierende Welt.

Doch eben nur für einige Momente. Für alles andere ist Wainwrights Musik auf Dauer zu eintönig. Es ist der gordische Knoten an dem die meisten Songwriter scheitern. Einen eigenen Stil zu schaffen – nur mit Stimme und Gitarre bewaffnet – ist eben verdammt schwer. Martha Wainwright schafft das nicht. Musikalisch reiht sie sich in die immer größer werdende Armee weiblicher Solo-Folkerinnen ein, die momentan einen wahren Boum erleben. Stimmlich klingt sie nach einer Mischung aus den Dixie Chicks und Pink. Optisch ist sie eine Mischung aus Naomi Watts und den Olsen-Zwillingen. Das ist aber keineswegs tragisch. Denn die Genannten sind allemal hörens- und sehenswert.

Auch wenn die letzte individuelle Note fehlt: Martha Wainwright gehört gehört.

von unserem Berliner Medien-Partner FFE Media verfasst.

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