Mark Sweeney – All In

von JonesKorn am 9. Juni 2010

in Musik!

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Der gebürtige Schweizer Mark Sweeney hat bereits einige Musikerjahre auf dem Buckel, war mit seiner Band Crystal Ball unterstützend u.a. mit den Genregrößen Doro, U.D.O., Axxis sowie den Schweizer Kollegen Gotthard und als Headliner mit den furios gestarteten Thunderstone auf der Welt unterwegs und schickt sich nun an, mit seinem zweiten Soloalbum ebenfalls größer von sich reden zu machen.

Wollte man die insgesamt zwölf Stücke auf „All In“ unter einem Genre zusammenfassen, wäre wohl Hard Pop das Genre meiner Wahl. Gibt es nicht? Nun, wir bewegen uns vom sanften Hard Rock über schmusigen Radiopop fast zum Schützenfesteinheitsschritt. Vom ersten Titel aus betrachtet werden die nachfolgenden immer etwas sanfter, bis man es zum Schluss leider fast nicht mehr aushält (wo dann aber noch einmal ein Weckruf wartet). Thematisiert werden fast immer Herzensangelegenheiten. Dabei bleiben Texte und Melodien einfach und eingängig, bisweilen jedoch zu belanglos, um einen wirklich bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Das verführt zwar zum frühen Mitsummen, birgt aber die hohe Gefahr der schnellen Abnutzung. Gesang und Instrumente sind gut produziert, Cover und Booklet wirken etwas lieblos. Die Gäste sind zwar interessant, u.a. Robin Beck, Bruce Kulick (Ex-KISS), Jörg Michael (Saxon, Running Wild, Grave Digger, Stratovarius u.v.m.), Stefan Kaufmann (U.D.O., Accept), kommen aber auch nicht richtig zur Geltung.

Insgesamt bleibt ein fader Nachgeschmack und ein nicht überzeugender Gesamteindruck. Musikalisch bewegt sich Sweeney überwiegend im Niemandsland, eine eindeutigere Positionsbestimmung wäre vielleicht hilfreich gewesen. Einzig der abschließende Bonustitel „Demons“ nimmt richtig Fahrt auf, bietet als einziger Titel etwas Profil und geht klar in die Richtung (Heavy) Metal.

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