Mark Lanegan – Bubblegum

von Benjamin am 14. Dezember 2005

in Musik!

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Das Soloalbum von Mark Laneganaus dem Jahre 2004, auch wenn er das ganze Mark Lanegan Band nennt. Er macht ja auch keine einfache und leichte Musik, wie es der Albumtitel vermuten lässt. Natürlich gibt es, wie bei allen bisherigen Soloalben Lanegans, Gäste: P.J. Harvey, Joshua Homme, Nick Oliveri, Duff McKagan, Izzy Stradlin, Joey Castillo, Troy van Leeuwen, Chris Goss (auch Co-Produzent bei den meisten Tracks), Multiinstrumentalist Alain Johannes, Ex-Frau Wendy Rae Fowler und einige andere!

Das Album beginnt mit einem ruhigem bass und gesangsdomierten Song, bevor gleich der zweite Höhepunkt, das rockigere „Hit the City“, ein Duett mit P.J. Harvey, folgt. Wie man aus der langen Gästeliste erkennt, haben auch die Queens of the Stone Age ihre Finger im Spiel. Das hört man bei einigen Tracks, aber überaschenderweise am meisten bei dem eher ruhigen, sehr hypnotischen „Wedding Dress“. Insgesamt wird das Album dann auch eher ruhig und die raue whiskey- und zigarettengeprägte Stimme des ehemaligen Screaming Trees-Sängers beherrscht.

Besonders erwähnen sollte man „Methamphetamine Blues“, das vom Gelächter Satans (so muss sich das anhören, wenn der Teufel lacht) eingeleitet wird und bei jedem Hören weitere Instrumente und Klangebenen offenbart. „Can’t come down“ ist ähnlich vielschichtig und hinterlässt genau die Unruhe, die der Titel verspricht. Meine beiden Lieblingssongs des Albums sind der kürzeste Track „Bombed“ (etwas über eine Minute kurz), der lediglich aus einer Gitarre und den Stimmen von Fowler und Lanegang besteht, und „Morning Glory Wine“, welcher schwer und intensiv schmeckt wie ein guter trockener Rotwein. Good people don’t drink ist – zumindest nicht am Morgen! Bei „Driving Death Valley Blues“ wird eine quietschende Gitarre zum Duettpartner, „Like Little Willie John“ erinnert an Johnny Cash zu seinen American-Aufnahmen, die einzelnen instrumentalen Elemente von „Head“ kennt man aus den verschiedenen Aufnahmen von R.E.M. und U2, aber so kombiniert und mit einem solchen Gesang versehen, ist das ganze überraschend und spannend. Ansonsten bewegt sich das gesamte Album um die Eckpunkte Rock, Blues und Singer/Songwriter und wird auch nach dem fünfzigsten Durchlauf nicht langweilig (Prognose: Ich werde es wohl in 3-4 Jahren als Immergrün bezeichnen).

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