Marie Fisker – Mirror Mirror EP

von Pynchon am 25. Juni 2011

in Musik!

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Mit samtener Schlafzimmerstimme, schummrigem Gitarrengeschrabbel und einem versponnene Romantik versprühendem Country-Rock-Stilmix wartet die Dänin Marie Fisker auf, die zwar schon seit über zehn Jahren Songs komponiert, deren von Kritikern gelobtes Debüt „Ghost of Love“ hierzulande jedoch erst letztes Jahr erschien. Die nun vorliegende EP, bestehend aus einem neuen Song („Mirror Mirror“) und drei Coverversionen (aus ihrem Debütalbum), soll Lust und Laune auf das demnächst anstehende zweite Album machen.

Marie Fiskers Hang zur schwermütig-balladesken Gitarrenmusik lässt eine gewisse Bewunderung für Nick Cave erahnen, elegisch vibrierende Saiten mischen sich mit einer einnehmend bittersüßen Stimme, die eine Bereicherung für jedes nächtliche Sommerlagerfeuer darstellen dürfte. Im Refrain des Titelsongs zieht das Tempo ein paar Takte an, die Drums trommeln sich kurz in den Vordergrund und eine catchy Hintergrund-Stimme erhebt sich – feines Stück, ziemlich atmosphärisch.

Für die drei Coverversionen hat sich die hübsche Dänin dann Verstärkung aus dem musizierenden Freundeskreis dazugeholt. Stilistisch verstärkt sich der durch „Mirror Mirror“ erzeugte erste Eindruck, Freunde der elegischen Gitarrenklänge werden gewiss ins Schunkeln geraten. Sehr schön übrigens die Cover-Version „Chimes & Bells“, bei der eine Orgel zum Einsatz kommt und Fiskers Gesang bisweilen schaurig-schön nach Grabesschwere klingt – könnte aber auch an den düsteren Orgelklängen liegen.

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