Mariahilff – dto.

von Benjamin am 4. Juli 2009

in Musik!

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Mariahilff kommen aus der Uckermark und machen eine Musik zwischen Chanson und akustischem Punkrock. Akustische Instrumente wie Gitarren, Mandolinen und Trompeten bringen kritische und dämonische Texte zur aktuellen Weltlage. Bei dieser Band muss aber wirklich Maria helfen: sie entzieht sich jeder Kategorisierung.

Mit „Erde“ bringen Mariahilff einen kritischen Beitrag zu einer besseren Welt direkt als Opener. Anders instrumentiert könnte das ganze auch von einer Punkrockband sein. Hier gibt es aber Instrumente ohne Strom. Dämonische Themen in „Vampir“ und „Zeit“ folgen. Texte, die nach verrücktem Künstlertum klingen. Leider fehlt der Pfiff. Ist mir zu rammsteinesk. Es ist alles zerrissen, gekünstelt und schräg. Genau das möchte aber die Band anscheinend auch: Klaus Kinski spielt Kurt Weil, so klingt das. Nur: Sowohl Kinski als auch Weil haben in anderen Bereichen Wunderbares geleistet. Diese folkloristische Punkversion vertonter Belanglosigkeit mit kryptischen Texten voller Mist in eine Schublade einzuordnen funktioniert nicht. Ich habe versucht, mich in diese CD reinzuhören, aber selbst beim fünften Anlauf funktioniert es nicht. Außerdem: Die Worte, die zur Beschreibung zur Verfügung stehen, erzeugen bei mir positive Assoziationen. Diese Musik tut es aber eben nicht. Die Musik von Mariahilff ist wie ein Hundehaufen, in welchen man zwei Minuten vorm Date mit dem absoluten Traumpartner tritt: Unangenehm und überflüssig, dabei könnte – betrachtet man die Zutaten – alles so schön sein…

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