Margarita – Explota El Cuerpo

von Hififi am 28. Dezember 2010

in Musik!

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Nach ambitionierter Recherche muss ich konstatieren, dass mein Uni-Spanisch schlechter ist, als ich befürchtet habe, also praktisch nicht (mehr) vorhanden. Und leider ist es mir nicht gelungen die Namen der vier Madrilenen herauszubekommen, da nicht einmal die Internetpräsenz des deutschen Labels (Altin Village) Erhellung schafft. „Explota El Cuerpo“ ist also einfach da und irgendwie will es erklärt und besprochen werden.

Das zweite Album der Spanier ist gerade mal 25 Minuten lang, 25 Minuten, die ein für alle mal Klarheit schaffen und die iberische Halbinsel auf einmal in einem völlig anderen Licht erstrahlen lassen. Vergessen sind Héroes Del Silencio deren Song „Entre Dos Tierras“ auch heute noch latenten Brechreiz bei mir auslöst und viel mehr fällt zur spanischen Musikkultur erst einmal nicht ein. Margarita sind (so wie der Großteil der europäischen Indie-Bands) ein Produkt britischer Pop- und amerikanischer Indie-Musik. In diesem Fall eine Art Post Punk meets Psych Pop sozusagen. auf myspace mit Punk und Samba recht treffend eingeordnet, dürfte mittlerweile jede Klarheit beseitigt sein, also versuchen wir es anders. Zur hypernervösen wie infantilen Melodieführung lassen sich gut Los Compesinos! anführen, ein wenig Primus vielleicht, weil erlaubt ist, was Verwirrung stiftet und zu guter Letzt Wavves, weil Margarita ihren Gitarrenklang gerne ausgiebig durch ihre Fuzzbox jagen, wie der Zeitgeist es momentan vorschreibt. Gerade mal zwei von zehn Songs knacken die Zwei Minuten-Grenze und der längste ist zugleich der empfehlenswerteste Song, der nach dem das Quartett ihr Album benannt hat („Explota El Cuerpo“). Zehn Songs, so anstrengend und bisweilen geradezu disharmonisch, dass ich vor Begeisterung ganz aus dem Häuschen bin.

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