Marcus Foster – Privatclub Berlin, 14.11.2011

von sisilein am 18. November 2011

in Feierlichkeiten

Post image for Marcus Foster – Privatclub Berlin, 14.11.2011

Im kleinen, intimen Gewölbe des Privatclubs lud Marcus Foster zu seinem ersten Berlin-Konzert und bescherte seinem zwar überschaubaren aber begeisterungsfähigen Publikum eine Konzert-Perle, wie sie rar gesät sind.

Mit seiner Spielfreude, den Temperamentausbrüchen, Grimassenziehen und Comedy-Einlagen hatte er seine Zuschauer schnell um den Finger gewickelt. Vor allem verzauberte er aber mit seiner tollen Stimme, die häufig an Marcus Mumford erinnerte. Musikalisch ist er aber eher auf der anderen Seite des Atlantik zu Hause. Er verwebt gekonnt klassische Americana mit dreckigem Südstaaten-Blues zu seinem ganz eigenen Sound, der ständig zwischen stampfendem Druck und herzzerreißend wehleidigen Phasen wechselt. Das machte er Solo mit Gitarre so gekonnt, das eine zusätzliche Instrumentierung durch eine Band völlig überflüssig erschien. Ihm war´s wohl etwas unheimlich, weshalb er Stuhl und Verstärker als Bandmitglieder vorstellte.

Sympathischerweise nimmt er sich also selbst kein bisschen ernst. So blieb aber ab und zu die Frage offen, ob der verzerrte Gesichtsausdruck jetzt gefühlt oder gespielt war. Fraglos war´s ganz großes Kino und nach einer Stunde und einer Zugabe viel zu schnell vorbei.

Share Button

{ 0 Kommentare… add one now }

Previous post:

Next post: