Mad Season – Above

von Benjamin am 10. Dezember 2005

in Musik!

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Mike McCready, Gitarrist von Pearl Jam, hat in einer Drogenentzugsklinik den Bluesbassisten John Baker Saunders (inzwischen Tod durch Überdosis) kennengelernt und nimmt mit ihm und den sich ebenso auf Entzug befindenden Musikerkollegen Layne Staley (Gesang und Gitarre, eigentlich Alice in Chains, inzwischen Tod durch Überdosis) und Barrett Martin (Schlagwerk und diverse Percussioninstrumente, früher bei den Screaming Trees) Songs auf. Bei zwei Liedern mischt auch der Sänger der Screaming Trees, Mark Lanegan, mit.

Das Album beginnt mit dem Bass. Und dann kommt die einmalige Stimme Layne Staleys. Die Songs sind sehr verspielt und oft hört man den Bluesbassisten raus. Die Musiker beherrschen ihre Instrumente, alles wirkt spontan, aber eine Struktur ist dennoch in jedem Song zu erkennen. Auch die Drogensucht bzw. der Entzug hinterlassen Spuren. Wenn es zum Beispiel in „River of Deceit“ heißt: „My pain is self chosen“ und das Lied mit einem wiederholtem „Down oh down“ im Refrain aufwartet. Oder in „Artificial Red“: „Smoke, poison consumed“.

Egal ob rockend, zurückgelehnter Blues oder Instrumental: Mad Season bleiben in jeder Sekunde spannend. Sie fesseln, sie lassen einen das gesamte Album nicht los. Bei „I don’t know anything“ denkt man sogar an Queens of the Stone Age, die gab es 1995 allerdings noch nicht.

Kurz zusammengefasst: Die Stimme von Alice in Chains und eine Pearl Jam-Gitarre spielen Blues. Großartig!

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