Lyambiko – Saffronia

von Kanzler am 23. Oktober 2009

in Musik!

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Lyambiko, die gebürtige Thüringerin mit tansanischen Wurzeln, hat eine beachtliche Karriere gemacht. Sie gastierte u. a. auch im Mutterland des Jazz, in den USA, wo sie nach einem Gastspiel mit ihrem Trio im „Boston Globe“ zu den zehn besten Live-Ereignissen des Jahres gewählt wurde – neben Dave Brubeck und Wayne Shorter. r.

Mit dem aktuellen Album „Saffronia“ erweist Lyambiko der amerikanischen Jazz-Ikone Nina Simone ihre Referenz. Unter den elf ausgewählten Songs, die Lyambiko mit ihren langjährigen Partnern Marque Lowenthal (Klavier), Robin Draganic (Bass) und Heinrich Köbberling (Drums) eingespielt hat, finden sich berühmte Simone-Ohrwürmer wie „My Baby Just Cares For Me“, „Don`t Let Me Be Misunderstood“ und „Don`t Smoke In Bed“. Doch nicht allein Nina Simones vokale Urwüchsigkeit, sondern auch ihr politisches Engagement fasziniert Lyambiko seit jeher. So hat sie mit „Four Women“ genauso Simones bekannte Anti-Rassismus-Hymne aufgenommen, wie Lyambiko sich in „Mawe Mawe / I Sing Just To Know That I`m Alive“ zu ihren afrikanischen Wurzeln bekennt. Mit dem durch die Beatles bekannten Song „Here comes the sun“ bringt sie an kalten Tagen die Wärme wieder in das traute Heim. Mit ihrer unheimlich starken Stimme bringt sie die Lieder zum Leben und überzeugt auf ganzer Länge.

Selbst die Welt sagte über dieses Album: „Lyambiko nimmt sich allen Raum für ihre Stimme und bürstet ihre Songs locker gegen den Strich der Erwartungen.“

Die hohe Qualität und der Einfallsreichtum der Interpretationen auf dem Album wurde von Publikum und Kritikern durchweg positiv aufgenommen, was im Januar 2009 auch zu einer Nominierung für den deutschen Musikpreis ECHO führte. Alles in allem ein wirklich lohnenswerter Ohrenschmaus.

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