Ludwig Van – Home Is Where Your House Is

von Hififi am 25. März 2011

in Musik!

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Ludwig Van werden mit ihrem Debüt sicher keine Kontroversen auslösen, wie es Anthony Burgess 1962 mit seinem Buch „A Clockwork Orange“ getan hat, oder gar der große Stanley Kubrick mit seiner Verfilmung von 1971. Und diese Einleitung würde absolut keinen Sinn ergeben, wenn Alex, der Anführer der Droogs, nicht in einer Szene folgendes zu Protokoll geben würde: „It had been a wonderful evening and what I needed now, to give it the perfect ending, was a little of the Ludwig Van.“

Damit wäre das Thema Bandname schon einmal abgekaspert, weiter geht’s mit dem eigentlichen Gegenstand der Diskussion: „Home Is Where Your House Is“. Und wenn an zweiter Stelle ein Stück („Barefoot“) ertönt welches aufs Angenehmste an Maxïmo Park in ihrer stärksten Phase („A Certain Trigger“) erinnern kann, dann stehen erst einmal alle Zeichen auf Sieg. Der darauffolgende Titeltrack schafft es gar gesangliche Parallelen zu Kele Okereke und seiner Bloc Party anno 2007 herzustellen, dabei sehr viel weniger aufgeregt voraus zu stapfen und auch einiges an hörenswertem Pop-Appeal zu kredenzen. In dieserart höhen Sphären gelangen Ludwig Van im weiteren Verlauf des Albums nicht einmal wieder und irgendwie erinnern mich die vier Flensburger an meine arme Arminia aus Bielefeld, die einfach immer zwischen irgendwelchen Ligen hin und her mäandert. Es eben manchmal doch etwas Zeit und mehr als ein erstes Album bedarf um sich im Oberhaus festzusetzen. Was bleibt auf der Habenseite? Zwei, drei wirklich ordentliche Songs, eine interessante Stimme, nämlich die von Jesper Jacobsen und eine Piano-Ballade („Cops Of Mystery“), die das ein oder andere Indie-Mädel in Verzückung versetzen wird.

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