Lucky Fish – Away from the Cliffs

von Pynchon am 27. Januar 2010

in Musik!

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Lucky Fish, das sind vier befreundete Musiker, laut Band-Info „bei einem Wohnzimmerkonzert entdeckt“ (von wem? von den Eltern??) und nach einigen Auftritten in der Umgebung von München nun mit ihrem Debütalbum „Away From The Cliffs“ aufwartend. Rein musikalisch könnte man sich die Nachwuchsband auch sehr gut im angelsächsischen Raum vorstellen – der Brit-Pop á la Oasis oder Blur steht offensichtlich Pate. Auch wenn der Pressetext mit seinem Vergleich zu „Beatles, The Kinks, Franz Ferdinand“ doch etwas dick aufträgt, finden sich unter den vierzehn Tracks doch einige wirklich schöne Stücke, die sauber komponiert und leidenschaftlich rübergebracht werden. Besonders gut ist der Auftakt mit den Songs „Inside Her Eyes“ und „Up In My Own Mind“ gelungen, zwei einwandfreien Popsongs, die mich an die schwelgerischen Fratellis erinnern. Da kann man auch verschmerzen, dass der Gesang bei der Dominanz der packenden Melodien etwas dünn rüberkommt.

Der Song „Round About“ huldigt im Geiste Franz Ferdinands der frühen New Wave-Phase, ohne unbedingt deren Qualität zu erreichen – was angesichts der Vorbilder allerdings auch etwas viel verlangt wäre. Ein sympathisches Stück ist es allemal. Was mich bei Lucky Fish vor allem überzeugt, ist der Mut zu facettenreichen Kompositionen, die in optimistischen Melodien schwelgen und mit effektvollen Rhythmuswechseln auftrumpfen – zum Beispiel in „There´s No Point“ und „Yet Another Day“. Dass sich auch einige eher durchschnittliche Songs auf „Away From The Cliffs“ finden (das Album hätte gut vier Stücke weniger umfangreich sein können), ist angesichts des Nachwuchs-Status der Band kein größeres Problem – Talent und Potential haben Lucky Fish zweifellos!

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