Locas in Love – Lemming

von Benjamin am 22. Juli 2011

in Musik!

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Locas in Love sind eine beeindruckende Band: Ihre Themen wiederholen sich, sie zitieren sich ständig selbst, klauen munter in der Geschichte des (Indie-)Pops und werden dabei immer besser. Melancholie, Wut, Vertrauen, Liebe, Zweifel und Hoffnung, Vergangenheit, Herkunft, Selbstkonstitution und das Spiel mit Identitäten werden bereits auf den Vorgängeralben immer und immer wieder besungen.

Locas in Love schaffen es aber, die Themen noch poetischer als auf dem jeweiligen Vorgängeralbum zu präsentieren und musikalisch noch spannender und vielfältiger zu werden. So sind sie die einzige Band, die die Beatles und ein Kinderlied in einem Song zitieren kann, ohne dass es den Hörer anspringt und ruft: „Hier, hahaha, Beatles und Kinderlied wie wiiiiiiiitzig“. Nein, ganz subtil kommt das daher (in „Spoiler Warning“), unaufgeregt und schön. Musikalisch finden sich Referenzen aus dem gesamten Indie-Rock-Bereich: Teenage Fanclub, Arcade Fire, The National und vieles anderes. Die Single „An den falschen Orten“ zum Beispiel ist etwas schneller und wird von einem Synthesizer und Stefanie Schranks Bass getrieben. Reine, klare Melodien werden von kleinen Störgeräuschen begleitet, behalten aber die Oberhand. Passend zu den Texten: immer melancholisch, aber immer auch mit (Wort-)Witz und der Hoffnung und dem Wissen, dass da jemand ist, der einen versteht. Locas in Love bieten die Songs, die einen vorm Verzweifeln an der Welt schützen. Songs wie gute Freunde.

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