Lions of Nebraska – Tofino

von Benjamin am 19. September 2011

in Musik!

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Lions of Nebraska kommen aus Kiel und benennen ihr Debüt nach einem Ort in Kanada. Das zeigt schon, dass die Band keine Angst vor Grenzen hat. Auch musikalisch nicht, denn auf „Tofino“ finden sich Elemente aus Folk, Reggae, Rock, Pop, Punk, Metal und Blues.

Gut, die Mischung von Stilen ist nichts neues. Überraschend wird es aber, wenn wie in „Gone is Gone“ alles vermengt wird: Rock, fast Metal, ganz kurz am Anfang, eine Mandoline und damit Mumford & Sons-ähnlicher Folk mischt sich ein, um dann in der Strophe mit (Reggae-)Offbeat aufzutrumpfen und im Refrain Stadionfolkrock anzubringen. „Don’t Come Undone“ hört sich an wie Alternative Rock mit Funkmetal (kennt jemand noch Extreme?) gekreuzt. Eingängig und relaxt ist „Tofino“ geworden und man kann sich gut vorstellen, wie in den Surfschulen der Kieler Förde immer wieder zum Lions of Nebraska-Silberling gegriffen wird. Man kann die Eingängigkeit trotz der vielen Einflüsse loben. Berücksichtigt man aber, dass aus allen Stilen nur die poptauglichsten Elemente aufgegriffen bzw. die Elemente poptauglich geglättet wurden, kommt man rasch zu dem Ergebnis, dass ein sicheres Album aufgenommen werden sollte, in dem für jeden etwas zu finden ist. Aber eigentlich werden nur Standards präsentiert. So eignet sich das Album zum Nebenbeihören und nach dem fünften Flens tanzt man dazu am Ostseestrand. „Tofino“ ist insgesamt zu einem Album geworden, das vielen gefallen kann, manche nicht interessieren wird und einige einfach langweilig finden werden.

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