Lifehouse – Smoke & Mirrors

von Hififi am 7. Mai 2010

in Musik!

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Wie wir alle ja wissen kommen die 90er-Jahre wieder in Mode, dementsprechend haben die Kollegen von Creed schnell mal ein Album auf den Markt gesch(m)issen und sogar Soundgarden treten ihren exzellenten Namen in den Dreck. Was das mit Lifehouse zu tun hat? Leider gar nichts. Die Kalifornier haben sich nie aufgelöst und aus den Neunzigern sind sie auch nicht, da sie sich erst 2000 formierten. Allerdings rockt „Smoke & Mirrors“ in bester Neo Grunge-Tradition nach hinten los und klingt cheesy as hell. Da bekommt der Retro-Trend mal ganz amtlich den Arsch ins Gesicht gedrückt. Ich fühle mich an die dauernervenden Nickelback erinnert, denen ich aus vollem Herzen alles Schlechte für die weitere Karriere wünsche, an „Pudel of Mudd“ und wie sie alle heißen und dem aufrechten Bürger den letzten Nerv rauben. Und auch Lifehouse haben es geschafft mit dieser Musik abzusahnen, liegen sie doch mittlerweile bei fünf Millionen verkaufter Tonträger. Da lobe ich mir die deutschen Charts: da ist die neue Casting-Handpuppe auf Platz eins und „Amy McDonald’s“ (Franchise bleibt schließlich Franchise) auf sechs. Lifehouse werden sich dort sicher nicht platzieren, da der/ die Deutsche sogar einen noch miserableren Musikgeschmack hat, als die Amis. Denn dort werden Jason Wade, Ben Carey, Rick Woolstenhulme und Bryce Soderberg sicher wieder artig abräumen. Warum ich das alles schreibe? Mir fällt einfach nichts zu diesem Album ein, es hinterlässt mich ratlos, ich bin gelangweilt und ein wenig fasziniert was die totale Verweigerung jedweder Weiterentwicklung des Bandsounds angeht. Aber noch sind sie jung und da sie ein wenig aussehen wie Linkin Park können sie ja, wenn „Smoke & Mirrors“ etwa floppen sollte, immer noch Nu Metal machen. Kommt sicher bald wieder in Mode.

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