Lawrence Arabia – The Sparrow

von Pynchon am 20. August 2012

in Musik!

Post image for Lawrence Arabia – The Sparrow

Schon das Vorgänger-Album des Neuseeländers John Milne, „Chant Darling“, hat mir vor zwei Jahren aufgrund seiner feinen nostalgischen 60s-Hommage sehr gut gefallen, und auch die neue Scheibe seines Solo-Projekts „The Sparrow“ ist ein echter Gewinn für alle, die gern in melodietrunkenen Klängen dahindriften und sich dabei von einer Stimme umschmeicheln lassen, die den guten alten John Lennon wieder auferstehen lässt – sage ich jetzt mal so.

Im Ernst, der Opener „Travelling Shoes“, oder auch das sehr feine, einnehmende „The Listening Times“ könnten, abgesehen von der frappierenden gesanglichen Ähnlichkeit, aus der Feder des verstorbenen Yoko Ono-Liebhabers stammen, oder trage ich da zu dick auf?

Egal, die Musik von Lawrence Arabia ist von einer Zurückgenommenheit geprägt, die sofort Intimität erzeugt und mich in die Stücke hineinzieht und gefangen nimmt.

Gut gefällt mir vor allem, dass die unverkennbare nostalgische Note auf „The Sparrow“ nicht als unreflektierte Nachahmung rüberkommt, sondern eine gewisse Tiefe und unterschwellige Düsternis transportiert, die wiederum eine Brücke in die heutige Zeit schlägt. „Early Kneecappings“, von Streichern und Pianoklängen untermalt, ist ein schwermütiges, bezwingendes Stück von der dunklen Seite des Pop. Überhaupt die Streicher, immer wieder genial arrangiert und stimmig in das Ensemble integriert. Beim Abschluss namens „Legends“ bin ich endgültig begeistert. Für mich keine Frage, Lawrence Arabia hat nicht nur eine große Stimme, er ist auch ein großer Songwriter!

Share Button

{ 0 Kommentare… add one now }

Previous post:

Next post: