Laut – Wasser EP

von Benjamin am 24. Januar 2010

in Musik!

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Yeah, deutschsprachiger Rock aus Osnabrück. Wer die Stadt kennt, der erwartet ein Album voller Druck und Hass, Gebrüll und Geknüppel. Das Cover erinnert aber eher an den Monsun, durch den deutschsprachige Rockcombos wohl auf dem Weg nach oben gehen müssen.

Mit dem Opener „Vater“ erfüllen Laut dann auch die Erwartungen: das Wort Hass taucht auf. Allerdings kommt die Liveenergie, welche die Band nach Zeugenaussagen auszeichnet, hier noch nicht so rüber. „Jeder gegen jeden“ klingen nach frühen Soundgarden, also Badmotorfingerzeit ungefähr. Das Laut aber noch nicht die Qualität von Chris Cornell und Co. erreichen, sollte klar sein. Der Song macht auch klar, was der Band fehlt: gute Texte! Der Gesang erinnert ein wenig an die Henning Wehland-Entdeckung Pohlmann. Die Musik driftet teilweise in den Stoner Rock. Auch handwerklich gut gemacht. Überraschend sind die Tempiwechsel in „Lass mich Deine Lügen hören“. Ich glaube, dass die Band wesentlich mehr kann, wenn sie mehr als drei Tage für 6 Songs im Aufnahmestudio hätte. Allerdings müsste die Band den Song „Duisburg“ aus dem Programm nehmen. Obwohl: inhaltlich wird dasselbe über die Stadt im westlichen Ruhrgebiet ausgesagt, was Herbert Grönemeyer in seiner Kulturhauptstadt-Hymne 2010 als charakteristisch für die ganze Region besingt: Rauer Charme und Ehrlichkeit. Rau und ehrlich sind Laut auch und das ist bezeichnend für ihre Musik.

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