Laura Veirs – July Flame

von Pynchon am 10. Februar 2010

in Musik!

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Mit ihrem bereits siebten Album “July Flame” konserviert die US-Singer-Songwriterin Laura Veirs zur frostigen Winterzeit jene sommerlich-warmen Gefühle, die sie – so die Info aus dem Pressetext – im vergangenen Juli zu ihrem neuen Werk inspirierten. “I wrote this album from a searching, soulful place“, sagt die Künstlerin selbst, und das hört man ihrer Musik auch sofort an: zarte Gitarrenarrangements, harmonische Kompositionen und eine ausdrucksstarke, Ruhe und Kontemplation ausstrahlende Stimme – „July Flame“ vermittelt eine friedvolle Stimmung, die mich an die Folk-Klänge des Debüts ihrer Kollegin Norah Jones erinnert.

Nur zu Gut kann ich mir etwa beim Opener „I can see your tracks“ ein Picknick mit Laura Veirs vorstellen, zu dem sie ihre Gitarre mitbringt und beim gemütlichen Schnitten-Schmaus ein paar wunderschöne Melodien anstimmt, die ganz sicher keines der scheu lauschenden Waldrehe verscheuchen werden. Der anhebende Chor erinnert dabei sehr an die „Fleet Foxes“, ihres Zeichens natürlich selbst geniale Waldschrate par excellence.

Der Titelsong „July Flame“ ist tatsächlich ein Highlight, eine stimmungsvolle Pop-Ode, bei der auch Piano- und Violin-Klänge ihren Einsatz haben. Die fabelhaft verzauberte Welt der Laura Veirs – hier hat man zu gern daran Anteil. „Can I call you mine?“, singt Laura Veirs im Refrain – „Aber gewiss“, flöte ich da zurück!

Der Albumtitel bezieht sich übrigens auf eine spezielle Sorte Pfirsiche, die Laura Veirs gemeinsam mit einem Freund bei einem Farmer in Portland kaufte und die sich, eingelegt in Sirup, als leckere Versuchung herausstellten. Und in etwa so kann man sich auch ihre Musik vorstellen: Süß und saftig, aber nie die Grenze zur Diabetes überschreitend. Ein Song wie „Life is good blues“ entfaltet sich etwa so gekonnt und ist derart sorgfältig komponiert, dass seine unmittelbare Zugänglichkeit nie aufdringlich oder kitschig wirkt. Andererseits zieht sie in einigen Songs, wie etwa „Summer is the Champion“, unterstützt von Bläsern und Piano, auch Tempo und Rhythmus an, sodass das Album nicht in seiner Zartheit erstarrt und langweilig wird. Im Gegenteil, „July Flame“ ist einfach ein klasse komponiertes und gesungenes Folkalbum!

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