Lars And The Hands Of Light – The Looking Glass

von Pynchon am 28. März 2010

in Musik!

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Lars And The Hands Of Light ist die vorwiegend norwegische Band des Dänen Lars Vognstrup, deren Debütalbum “The Looking Glass” in der Heimat Vognstrups bereits einen guten Start hatte. „Me Me Me“ ist ein Radiohit geworden, und tatsächlich ist der Opener ein sehr eingängliches Stück Popmusik, das nostalgisch mit Elementen des 60s-Pop spielt und einen Ohrwurm-Refrain serviert.

Überhaupt ist „The Looking Glass“ eine Art Zeitreise durch die Jahrzehnte des Pop. „Stranger To The Sea“, etwas weniger packend als der Opener, streut einige Synthie-Elemente aus den 80ern ein, „Three To The Floor“ hört sich ganz nach einer luftigen Rock-Nummer aus den Sechzigern an, während „Multicolored“, von einer einnehmenden Frauenstimme begleitet (Line Vognstrup, mutmaßlich Lars´ Schwester), eine herrlich überschäumende und verspielte Pop-Perle ist, die mit verschiedenen nostalgischen Elementen spielt und zum Tanzen einlädt.

Der Pop von Lars And The Hands Of Light sticht nicht vorrangig deshalb qualitativ hervor, weil er vergangenen musikalischen Jahrzehnten eine Hommage bereitet, sondern weil die Songs überaus gekonnt und stilbewusst rübergebracht werden und eine abwechslungsreiche Bandbreite guter Popmusik darstellen. Der Titelsong „The Looking Glass“ etwa entwickelt in seiner verträumten Entrücktheit eine Intensität, die mich unweigerlich in ihren Bann zieht. Mit dem darauf folgenden Song „Keep My Feet Tagging Along“ ist man wiederum schlagartig in eine B´52s-artige, funkige Tanzflächenstimmung versetzt. Unter den zehn Tracks findet sich tatsächlich kein echter Durchhänger, aber dafür eine Menge Entdeckungen! Wer die Band erst einmal selbst im Netz abchecken will, dem sei ihre Seite auf myspace wärmstens empfohlen: myspace.com/larsandthehandsoflight

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