La Fleur Fatale – Night Generation

von Benjamin am 9. November 2007

in Musik!

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Ein weiteres Kapitel schwedischen Indie-Pops heißt La Fleur Fatale. Die verhängnisvolle Blume erteilt uns Unterricht in der Geschichte der Popmusik, indem sie Einflüsse aus den 1960ern bis 1980ern verarbeitet und Instrumente aller Art einbaut. Wer wissen will, was sich hinter dieser Band verbirgt, der steht im Dunkeln. Angeblich seit 10 Jahren in diversen schwedischen Bands unterwegs und erfolgreich geben sich alle Mitglieder den Nachnamen La Fleur. Wenn die Band auf ihrer MySpace Seite Timothy Leary und Hunter S. Thompson als Einflüss angibt, dann weiß man, dass durchaus psychedelische Elemente die Musik bestimmen.

Wie immer bei Popmusik stellen Gitarre, Schlagzeug und Bass das Grundgerüst der Songs. Daneben scheint der Vierer aus Skandinavien aber keine Scheu vor anderen Instrumenten zu haben. So beginnt der Opener mit einer Sitar. Stellenweise denkt man an das Instrumentensammelsurium, welches die Beatles in ihrer Spätphase ausprobiert haben. Das ist musikalisch sicherlich ein großer Einfluss. Insgesamt ist die Beatmusik und der Pop der 1960er prägend, wie die Single „Night Generation“ zeigt. „I wanna be adored“ ist ein heimlicher Hit. Zunächst nur akustisch wächst der Song und hängt sich trotz der dunklen Drums in den Gehörgängen fest. Der Song ist kein Cover des Stone Roses Hits, hätte aber durchaus auf Grund der Schwermütigkeit auf einem Album der 1980er Jahre Platz finden können. Beklemmender, aber schöner Song. Die Melancholie wird aber durch den hüpfenden Klavierbeat und die Flöte von „Children of Neon Lights“ vertrieben. Wir befinden uns aber auch wieder ein paar Jahre früher in der musikalischen Zeitrechnung.

La Fleur Fatale schreiben großartige Popsongs, die zu vielschichtig für das allgemeine Radio sind. Der Sänger Alexander La Fleur variiert sein Organ und schafft es, dass viele Textzeilen hängen bleiben. So wird das Interesse an der Musik geweckt und bevor man sich vor lauter Eingängigkeit langweilen könnte, entdeckt man hier eine Orgel, da eine verzerrte Gitarre oder – wie bereits erwähnt – eine Sitar oder so manche Flöte. Das fügt sich 13 bzw. 14 (da mit „Down to the well ein guter Hidden Track das Album schließt) Mal alles sehr sehr gut zusammen und im CD-Spieler rotiert die verhängnisvolle Blume.

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{ 1 Kommentar… read it below or add one }

1 RockinBen November 9, 2007 um 11:23 Uhr

Wichtiger Hinweis: Veröffentlichung des Albums in Deutschland ist der 16.11.! Also noch ne Woche warten und dann in den Laden rennen und CD kaufen.

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