Klez.e – Vom Feuer der Gaben

von Benjamin am 11. Februar 2009

in Musik!

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Klez.e veröffentlichen mal wieder ein grandioses Album mit feinstem deutschsprachigem Indiepop. In der limited Edition bekommt man die zwölf musikalischen Meisterwerke als Hardcoverbuch mit Leinenbindung und einem gemalten/fotografierten Werk aktueller Künstler neben jedem Songtext. Das passt zur Musik: Bücher sind ja das Gegenstück zur schnellen Medienwelt und Klez.e möchten Entschleunigen.

Klez.e scheinen die Hymnen nur so aus dem Ärmel schütteln zu können. Transzendentale Themen, Macht- und Ohnmachtsfantasien sowie auffällig häufige Bezüge zum Tod werden mit den typischen Klez.e-Beats und Gitarrenschichten, den kleinen Elektro-Spielereien und den großen Synthie-Klangteppichen sowie Orchester- und Chorunterstützung zu ergreifenden und fesselnden Nummern. Die Texte erschließen sich zwar nicht direkt, sind aber trotzdem passend zur Musik. Der großartige Titeltrack beginnt zunächst ruhig, um anschließend mit einem riesigen Orchester den Raum mit dem „Feuer der Gaben“ zu erstrahlen. Überhaupt, schaffen Klez.e in jedem Song eine raumfüllende Intimität. Trauer und Wut, Weltschmerz und Hoffnung, das zeigt jeder Song, besonders aber „Im Raum mit Toten“ wenn es zunächst heißt „das endet wenn ich ablehne mich zu wehren“ um mit „und draußen viele andere die sich wehren/ die sich jetzt wehren/ die sich auch wehren“. In der Instrumentenaufzählung zu diesem Song finden sich übrigens Schuh, Zeitung, Heidelberger Schnelldruckpresse, Gaffa, Reißverschluß, Paradies. Aus vielen tollen Ideen entstand ein mitreißendes Album! Danke Klez.e!

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