Kings of Leon – Only By The Night

von Benjamin am 8. Oktober 2008

in Musik!

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Die Followills melden sich mit dem nächsten starken Album. Den Bluesrock der ersten beiden Alben sucht man vergebens. Das sie den beherrschen, haben sie ja auch gezeigt. Was sich auf dem dritten Album „Because of the Times“ andeutete, wird hier konsequent fortgesetzt: eine Hinwendung zu eingängigeren Songs ohne jedoch die eigenen Stärken zu vergessen.

Diese Platte macht es dem Hörer sehr leicht: Refrains für die Ohren, Songs zwischen 3 und 5 1/2 Minuten, viele ruhige Parts zum Entspannen. Mit den langen Haaren verschwand der Rock? Ja, ein bisschen. Das Album beginnt mit gequälten Gitarren zu relaxtem Beat. Aber spätestens wenn Caleb Followill seine Stimme erhebt, ist es um einen geschehen! Der Mann kann oooohs und aaaaahs singen, ohne weich zu klingen. Die Gitarren sind wie immer verzerrt, allerdings ist es auf „Only by the night“ meist ein Thema was wiederholt wird und weniger die sonst so bekannten längeren Gitarrenquälereien. Die gibt’s nur bei „Crawl“. Die Single „Sex is on fire“ läuft ja inzwischen im Radio. Wobei jeder Song radiotauglicher ist als frühere. Aber dann hört man das Album öfter und entdeckt hier einen unglaublichen Basslauf (einfach aber intensiv zum Beispiel bei „I want you“), da bestimmt ein holpriges Schlagzeug den Song, hier bestimmt der Gesang das Geschehen, da die Gitarre usw. Schwächster Song ist „Manhattan“, auch wenn er einige Tempo- und Themenwechsel aufweist. Aber die Position nach dem mitreißenden „Use Somebody“ (Aufbau und Refrain, sehr sehr spannend) schadet jedem Song. Bei „17“ sind Glocken zu hören und ein plakativer Text. Aber Sex ist eh Thema Nummer eins und wenn einer darüber singen kann, dann Caleb Followill. Mit „Cold Desert“ findet das Album ein entspannten balladesken Abschluss. Interessanterweise scheinen die Kings of Leon nach 4 Minuten von dem Song nicht genug zu haben und er fadet nach kurzer Pause wieder ein und geht eine muntere Minute weiter. Auch noch nicht gehört sowas. Fantastischer Abschluss eines sehr guten Albums.

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1 Pynchon Oktober 9, 2008 um 16:09 Uhr

Dass ein Song, nachdem er eigentlich schon ausgeblendet wurde, nochmal quasi als Zugabe wieder „rein-faded“, ist aber nicht allzu ungewöhnlich oder originell- da kenne ich ei niges von Pearl Jam, The Smiths oder auch natürlich, das bekannteste Beispiel, „Helter Skelter“ von den Beatles.
Anyway, genug geklugscheissert, ich muss mir das Album jetzt erstmal selbst anhören!

2 Pynchon Juli 27, 2010 um 21:16 Uhr
3 RockinBen Juli 28, 2010 um 11:33 Uhr

Tauben gehören in die Suppe und nicht auf ein Rockfestival! Aber trotzdem lustig…

4 Pynchon Juli 30, 2010 um 11:11 Uhr

Echt, Benni? Du schlürfst Tauben-Suppe?
So richtig mit Taubenkopf drin??
Lecker, ich fang schon an zu sabbern…

5 Hififi Juli 30, 2010 um 14:22 Uhr

Das war wahrscheinlich nur eine Idee mit der Suppe. Eine gute wie ich finde. Für irgendwas müssen die Ratten der Lüfte doch zu gebrauchen sein.

6 RockinBen Juli 30, 2010 um 18:28 Uhr

Taubensuppe ist sehr lecker. Ohne Kopf natürlich! Sehr lecker sind auch Brattäubchen, so in der Art eines Brathähnchens. Sehr leckeres zartes Fleisch! Die Großstadttauben taugen für sowas aber nicht, die sind meist zu fett. So ne Taube vom Taubenzüchter, die keine Siege einfliegt, muss ja auch irgendwohin 😉

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