Kings of Leon – Come around sundown

von Benjamin am 14. Oktober 2010

in Musik!

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Das letzte Album der Kings of Leon hat vor allem dank der Singles überzeugt. Und neue Fans gewonnen, während alte ohne Enthusiasmus „ganz ok“ riefen. Gelingt es den Followills mit „Come Around Sundown“, alte und neue Fans gleichzeitig zu begeistern?

Die Antwort ist schwierig. Der Opener „The End“ (ha!) ist eine Powerballade der etwas anderen Art. Es wird wieder emotional gerockt, denkt man. Im weiteren Verlauf des Albums macht sich aber bemerkbar, dass die Kings of Leon längst knietief im Popbusiness stehen. Keyboards, Synthies und Streicher unterstützen gelegentlich die Band. Ein paar Experimente im Gesang sind vorhanden, einige Gitarrensoli werden abgefeuert (sehr prägnant in „Mary“), das Drumming ist wie immer tight und auch der Bass spielt sich mal in den Vordergrund. Der Americana-Folk-Song „Back Down South“ ist wahrscheinlich die endgültige Anbiederung an den Musikmarkt, der auf sowas derzeit ja abfährt. Die Feixereien am Ende des Songs könnten vielleicht suggerieren, dass es bei dem Song einfach nur um eine spaßige Herzensangelegenheit ging – das macht den Song aber nicht besser. Beim folgenden „Beach Side“ setzt sich der extrem im Hintergrund laufende Bass im Ohr fest. Keine Frage, hier werden Instrumente beherrscht, hier wurde überlegt produziert. Alles ist sehr glatt im Vergleich zu den ersten drei Platten der Band, aber immernoch ein wenig zu anrüchig für Popmusik. Vielleicht ist die Halbwertszeit der Songs ja größer als auf „Only By The Night“ und was bei mir nach ein paar Durchgängen noch nicht so funktioniert, muss sich erst entwickeln. Vielleicht…

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1 Pynchon Oktober 14, 2010 um 22:27 Uhr

Das Coverbild spottet zumindest schon mal jeder Beschreibung…soll man sich die CD gleich an die Wand nageln, oder wie? 🙂

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