Kate Nash – Made Of Bricks

von Hififi am 5. November 2007

in Musik!

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Kate Nash ist mit ihrem Debüt „Made Of Bricks“ nun schon seit Wochen fest im Radioalltag integriert. Auf einem uns wohlbekannten Sender läuft „Foundations“ rauf und runter und wird immer noch mit einem „neu in EinsLive“ angekündigt, während BFBS längst „Mouthwash“ für sich entdeckt hat. Und selbst für mich Radioskeptiker ist mit „Birds“ so etwas wie die persönliche Single des Jahres vertreten.

Erstaunlich, denn die Dame aus London ist erst 20 Jahre alt und hat sich sofort auf ein ähnlich hohes Podest gestellt, wie die vielgelobte Regina Spektor. Da haben wir wohl auch schon den größten Einfluss, um so erstaunlicher, wenn man bedenkt, dass Frau Spektor nicht annähernd so im Mainstream angekommen ist, wie Frau Nash. Vielleicht liegt es ein wenig an der spielerischen Leichtigkeit, die z.B. „Begin To Hope“ nicht gegeben ist. Fehlt also „Made Of Bricks“ die Tiefgründigkeit, die Regina Spektor scheinbar spielend leicht in ihre Songs legen konnte? Schwer zu sagen, wo der große Unterschied zu suchen ist. Entscheidend viel eher die Tatsache, dass Kate Nash einfach ein völlig unbefangenes, sympathisches Album, welches einfach gemocht werden muss, an den Tag gefördert hat. In schon erwähnten Songs wie „Birds“ und „Foundations“ erzählt sie von den ganz normalen Dingen des Alltags, so dass sich Jedermann damit identifizieren kann. In „Birds heißt es: „Birds can fly so high/ and they can shit on your head/ they can almost fly into your eye/ and make you feel so scared/ but when you look at them/ and you see that they are beautiful/ thats how i feel about you“. Das ist nicht die große Poesie, aber toll genug, um dieses Lied zu etwas Besonderem zu machen. „Merry Happy“ ist auch so ein Anwärter auf die nächste Single und, um es genau zu nehmen, würde es jeder andere Song des Albums ebenfalls tun, denn sie bahnen sich alle unaufhaltsam ihren Weg in die Gehörgänge, um dort zu verweilen. Nun sind die Zeiten also vorbei, in denen Kate Nash das Haldern Pop eröffnet und das für nur 30 Minuten. Schade einerseits, andererseits sei es ihr von Herzen gegönnt.

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1 Sterereo November 6, 2007 um 22:59 Uhr

Klasse die Kate Nash. Bin schon etwas verliebt, muss ich sagen. Diese geschnodderte Brighton British (ja eigentlich hier London?) konnte ich schon bei den Pipettes nicht wiederstehen. 20 Jahre und so eine Schnautze und gleichzeitig so engelsgleiche Stimme…aaach. Mein Favorit allerdings ist das schön hibbelige Mariella. Eine Hymne gar fast.

2 nymphadora Januar 3, 2008 um 13:57 Uhr

Klasse die Frau!
Jeder Song ein Ohrwurm, den man den ganzen TAg vor sich hersummt!
Ich finde es super, dass sich endlich mal wiederwer traut mit britischem Akzent zu singen.
Kleine Geschichten aus dem Leben, die jeder kennt!

3 Kanzler Januar 17, 2008 um 13:15 Uhr

Geile Scheibe, wenn nicht sogar die Platte des Jahres. Kate haut einem mit ihrer Stimme einfach um und erinnert mich einfach an Größen wie Regina Spektor und manchmal in ihrer verspielten Art auch ein wenig an Björk.
Kann das Album nur empfehlen, läuft bei mir hoch und runter

4 RockinBen Februar 12, 2008 um 20:31 Uhr

Krass! Ist euch eigentlich aufgefallen wieviele Klicks diese Rezi hat? Wäre fast hinten rübergefallen!

5 Hififi Februar 13, 2008 um 09:36 Uhr

Nils hat die Rezi bei wiki verlinkt, deshalb lesen den Kram so viele. Ich finde sie nicht sonderlich gelungen, deshalb beschämt es mich ein wenig. Und wenn ich noch einmal schreiben sollte „es sei ihr von Herzen gegönnt“ dann hau mir eine runter. Nicht das ich es ihr nicht gönnen würde, aber ich habe das schon häufiger geschrieben. Zu häufig!

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