Kasabian – Empire

von Sterereo am 25. April 2007

in Musik!

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Kasabian haben mich irgendwie durchs Abi gebeamt. Ihr Erstling beschallte mich beim Pauken und peitschte mich voran. Man denke nur an den unbarmherzig treibenden Beat von „Club Foot“ oder den unzählbaren Effekten.

Während Empire ließ sich allerdings Gitarrist Christopher Karloff von der Band scheiden und stieg wegen unüberwindbaren musikalischen Differenzen aus. Zum Glück aber noch wesentlich am zweiten Kind beteiligt.

Somit gibt’s auch auf Empire wieder das was Kasabian am besten kann. Tom Meighan schnoddert gewohnt nasal über die allgemeine Effekthascherei. Bester und gleichzeitig erster Song ist der Titeltrack „Empire“. Sofort dampflockt der Beat die Beine in den Vorwärtsgang, wie es vorher nur „Reason is Treason“ konnte. So genial wie sich die vielen Sci-Fi-Mosaiksteinchen ins Songgefüge einpassen, schießt auch schon mal ein Kiesel etwas über das Ziel hinaus. Über alle Grenzen des guten Geschmacks nervt „Apnoe“ mit einem Techno-Bass und Blümchengepipse. Im direkten Vergleich geradezu nackt kommt „British Legion“ daher, ein Track der so, wie Gott ihn Schuf, auf eine frühe Velvet-Underground-Platte gepasst hätte. „The Doberman“ klingt wie eine Hommage an die Rolling Stones oder weitere, andere Zeitgenossen. Im Abgesang der Platte in eben diesem Lied erschallen plötzlich Trompeten und spielen einen Film mit Tarantino-Wüste im Kopfkino ab. Hoffentlich reiten hier nicht einige Briten, ohne ihren langen Weggefährten Karloff, zum letzten Mal dem Sonnenuntergang entgegen. Denn Kasabian haben es erneut geschafft großspurige Effekte mit eigentlich feinem Brit-Pop zu verschmelzen.

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