Justin Currie – The Great War

von Hififi am 3. Juni 2010

in Musik!

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Justin Currie ist kein wirklich Großer, keiner, den die Musikgeschichte jemals als großen Einfluss ausspucken wird, oder jemand – der natürlich auch mal in einer Band gespielt hat, die es vor dreißig Jahren fast mal zu internationaler Bekanntheit gebracht hätte – dem besondere Aufmerksamkeit entgegengebracht würde. Obwohl Currie gute Popmusik schreibt, aber sie irgendwie nicht mit einem Tiefgang versieht, sozusagen mit dem letzten Quentchen Überzeugung, ohne das eben Melodien enstünden, die die Wehmütigkeit eines Elvis Costello nur zusätzlich unterstreichen, ist „The Great War“ eben nur ein durchschnittliches Singer/ Songwriter-Album geworden. Eins, dass wie selbstverständlich mit guten Refrains aast, aber überinstrumentiert scheint und manchmal etwas zweifelhaft den Anschluss an seine frühere Band Del Amitri sucht, dabei aber wenigstens die 80er-Atittüde vermissen lässt. Eine Ansammlung von gut strukturierten Folk-(gelegentlich Tom Petty umschmeichelnden)Pop-Songs, die im großen Ganzen (im Albumkontext), Abwechslung, eine gewisse Raffinesse, aber zu keiner Zeit Wiedererkennungswert offenbart. Das ist sicherlich schade, aber die offenkündige Ansammlung an jungen, motivierten Liedermachern, berücksichtigend, eben einfach verzichtbar.

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