Julian Casablancas – Phrazes For The Young

von Benjamin am 11. November 2009

in Musik!

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Der Strokes-Sänger legt der Welt ein Soloalbum in den CD-Player. Wobei man von seiner Hauptband nicht viel bleibt, außer dem stoischen Beat und dem lakonischen Gesang (Klar ist ja der Sänger).

Das Album hat nur 8 Songs, da sich aber alle Songs um 5 min Spielzeit bewegen, gibt es 40 min Musik. Wenn eine Rezension so beginnt, dann ahnt der Leser bereits, dass hier nichts Weltbewegendes vorgelegt wird. Bemerkenswert ist das Album aber trotzdem: Bemerkenswert Synthie und Keyboard-überladen. Alles Popmusik, nur dafür sind die Songs fast zu lang, dafür wird eine kleine Idee oft zu penetrant wiederholt. „11th Dimension“ klingt so dermaßen nach 1980er (die bösen bunten 80er, nicht die guten dunklen), dass man vor dem geistigen Augen Kylie Minogue „I should be so lucky“ mit einem riesigen Lolly singend durch einen Vergnügungspark hüpfen sieht (Stirnband inklusive). Wobei selbst in diesem Song gibt es eine Stelle, die eine Idee unterbringen will, also ein Punkt, an dem der Hörer stolpern soll und sagen: das bricht den Song und macht den Pop irgendwie Indie. Aber Nein, das funktioniert. „4 Chords of the Apocalypse“ ist ein langsameres Liedchen im ¾ Takt, mit einem Mittelteil, der etwas ausbricht aus der Walzereinöde. Aber erfreut mich nicht. Die Stimme von Casablancas passt einfach mehr zur Rockmusik. Ich frage mich, an welcher Stelle Mike Mogis hier seine Finger im Spiel hatte. Denn das der für irgendwas hier verantwortlich sein soll, dass schockt mich. Das Album bringt viele Fragen mit sich, aber man will keine Antworten. Nur auf die Frage: Wann gibt’s das neue Strokes-Album?

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