Jürgen Ufer – Kopf in den Sternen

von am 12. Juni 2010

in Musik!

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Beurteile ein Buch nie aufgrund seines Covers, heißt es. Natürlich verstoßen wir alle regelmäßig gegen diesen Vorsatz. Schließlich gehört die Ausstattung, wie Titel und Autorenname zum Gesamteindruck dazu. Und was für Bücher gilt, gilt für Platten und CDs erst recht. Die Ausstattung von Jürgen Ufers erstem Soloalbum ist entwaffnend uncool gehalten. Nur ein verwässertes Bild vom Interpreten, kein Pseudonym, verträumt-nachdenklicher Titel. Selbst erfüllende Prophezeiung hin oder her: Ufer bietet durchgängig schöne Melodien, durchaus kraftvolle Arrangements, eine stellenweise an Elliott Smith erinnernde Stimme und Texte wie eine Mischung aus Reinhard Mey und Kettcar. Insgesamt wirklich ganz nett, die kleine Schwester von der Kleinen Schwester – Ufers ehemaliger alter Band. Nur kreist früher oder später die eine Frage im Kopf: Warum Jürgen Ufer? Wieso soll man aus der nahezu grenzenlosen Menge unentdeckter deutscher Singer-Songwriter gerade für „Kopf in den Sternen“ sein Geld ausgeben? Vielleicht liegt die Antwort irgendwo bei der Alternative-Rockband Eaten By Sheiks, bei denen er früher einmal mitgewirkt hat, denn für sich alleine genommen ist die Musik von Ufer leider etwas zu beschaulich und alltagsphilosophisch, um auf ganzer Linie zu überzeugen.

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