Jónsi & Alex – Riceboy Sleeps

von Benjamin am 15. September 2009

in Musik!

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Zu diesem kurzfristig nichtssagendem, mittelfristig langweiligem und langfristig nervigem Geklimper, Gebimmel, Gehauche und Geschalle und penetrantem Dilettieren sollte man eigentlich nichts mehr schreiben müssen, es erklärt sich von selbst, aber irgendwie habe ich es mir ja in den Kopf gesetzt alles in Grund und Boden zu rezensieren was aus dem isländischen Hause Sigur Rós kommt und nach Sigur Rós klingt (zumindest das, was so schlecht bleibt wie alles, was seit „( )“ rausgekommen ist), also auch zu „Riceboy sleeps“ von Jónsi & Alex ein paar Worte. Vögel, Wiesen und Wälder und Gräser, Sträucher und Käfer sind lieb und nett und man sollte sie am Leben erhalten soweit es geht. Je mehr mannigfaltige Flora und Fauna auf der Welt geschützt wird desto besser. Auch die menschliche Rasse muss beschützt und die Menschenrechte gewahrt bleiben. So. Das wäre ja schon seit langem abgehakt. Funktioniert natürlich auf der Welt nicht überall so und hier und da müssen Nachbesserungen vorgenommen werden, aber im Prinzip läufts ja. Solch rotznasigeKontra/Trotz-Aussprüche kommen einem in den Sinn, wenn man den albernen Pressetext auf der Jónsi & Alex – Webseite liest. Sigur Rós machen ja irgendwie gerne Werbung für ihr Gutmenschentum auf ihren eigenen Seiten und wie toll ihre Musik dabei klingt, wird dabei auch gleich mitpropagiert. Von Menschlichkeit und Wärme und Sanftheit und ähnlichem Stuss ist da die Rede, dabei merkt man allerdings nicht wie hinterrücks der Teufel in Form der religiös anmutenden Chöre und der miserablen Pathos-Streicher mit ins Haus gelassen wird. Meines Erachtens wird es mit Sigur Rós langsam gefährlich. Sie geben sich als die schüchternen Auf-den-Boden-Gucker-Jungs, die auch gern mal zur Veranschaulichung der Echtheit ihrer warmen Musik die Produktionsgeräusche mit aufnehmen (am Ende von „Boy 1904“ klickt ein Kassettenrecorder oder so, auf jeden Fall klickt was, das vorher aufgenommen hat) , aber diese Einlullungstaktik verschleiert, dass dem geneigten Hörer (meistens liebe und nette Kids zwischen 17 und 24, die allesamt die isländischen Schafwollmützen gekauft haben) dabei ja auch das Geld aus der Tasche gezogen wird. Ich gebe doch nun wirklich kein Geld mehr für einen Haufen schleimiger Streicher und Billig-Elektronica-Tracks aus, die man schon zuhauf von anderen Bands gehört hat. Rein gar nichts an diesem Kuschelpostrock hat auch nur irgendeine Veröffentlichungsberechtigung. Meinetwegen können Jónsi und Alex zuhause machen, was sie wollen. Aber VERÖFFENTLICHEN ist eben eine andere Sache. Damit gibt man das Werk in andere Ohren, und da muss man sich überlegen ob das bei solch einem Quark noch sein muss.

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