Jim Lauderdale & The Dream Players – Honey Songs

von am 23. April 2008

in Musik!

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Die Frage ob Country heute noch zeitgemäß ist kam hier vor Kurzem schon bei dem Album von Sera Cahoone auf und dürfte sich hier wieder stellen.

Dieser Tage bringt der altgediente Country-Held Jim Lauderdale sein neues Album „Honey Songs“ raus. Im Indie ist Country ja inzwischen mehr oder minder en vogue, zumindest wenn man unseren Helden vertraut, wenn sie ihre Einflüsse listen. Da hört man beispielsweise bei Conor Oberst von seiner Liebe zu Emmylou Harris, mit der er dann auch gleich ein paar Tracks auf „I’m wide awake it’s morning“ einsingt, oder bei Jack White, der mit Loretta Lynn ins Studio geht, um ihr neues Album zu produzieren. Ähnliches Beispiel auch von Ryan Adams, der Willie Nelson’s Album „Songbird“ produziert hat. Also die Verbindungen zum Indie sind gegeben, so erwartet einen auch gleich Emmylou Harris als Gastsängerin auf dem Album. Das Problem ist nun, wenn unsere Helden Country mögen, muss ich das auch zwangsweise. Klares Jein. Wenn man sich etwas mit der Musik auseinandersetzt findet man natürlich vieles in den Songs, das ist einfach altmodisch erinnert an Cowboys in Flanellhemden, die in texanischen Kneipen sitzen und Johnny Walker trinken. Einige Elemente zeigen aber auch woher beispielsweise die Bright Eyes Teile ihres Sounds haben. Das Album von Jim Lauderdale ist nun also typischer amerikanischer Country, den man sich durchaus mal anhören kann, die Songs sind eingängig, das heißt wenn man mal Lust auf Country hat. Das Album wird sicherlich niemanden dazu bewegen jetzt Country-Anhänger zu werden, dafür gibt’s ganz andere, eben bereits erwähnt Willie Nelson, oder auch Johnny Cash, aber es ist auf jeden Fall stellenweise schön kurzweilig. Einfach ausgedrückt, keine Offenbarung, aber nett. Was man diesem Album höchstens noch vorwerfen kann ist das schreckliche Artwork mit den Bienen und der Sonnenblume, als Mensch der täglich mit Fragen der Gestaltung konfrontiert wird muss diese Frage einfach sein, wieso muss man den Titel „Honey Songs“ so wörtlich umsetzen?

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