Jens Friebe – Abändern

von Benjamin am 29. Oktober 2010

in Musik!

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Jens Friebe ist Klavierspieler. Da denkt man zunächst an Balladen, aber wenn man weiter denkt, so war das Klavier doch auch immer schon ein Rock’n’Roll-Instrument. So finden sich auf „Abändern“ auch vor allem Indie-Pop-Stücke, die mal Rock’n’Roll und mal R’n’B-Luft schnappen, mitunter aber auch ein wenig abgedreht sind. Rhythmus ist ebenso ein wichtiges Thema im musikalischen Kosmos Friebes.

Bei deutschsprachigen Künstlern achtet man ja automatisch auf die Sprache. Friebe liebt die Assoziationen, beachtet dabei aber die Nachvollziehbarkeit und verliert sich nicht in endlosen Wortspielen. Seine Texte sind Alltagsgeschichten, aber auch literarische Hinweise werden gegeben. Nach den ersten beiden „normalen“ Indie-Pop-Nummern zu Beginn des Albums geht es abwechslungsreich weiter: „Up and Down“ ist eine Coverversion des Venga Boys-Hits. Rein akustisch und ein wenig verfremdet (abändern statt up and down als Text). NDW kommt einem bei „Verbotene Liebe“ in den Sinn, „Charles de Gaulle“ geht ein bisschen in Richtung Chanson. Das Album hat neben der ganzen Melodiosität auch viele verrückte Rhythmen. Friebe schafft es zusammen mit seiner Band unglaublich viel Spielfreude und Lebendigkeit auf den neuen, vierten Silberling zu bannen. Spannendes Album!

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