Jenny Wilson – Hardships!

von Benjamin am 22. März 2010

in Musik!

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Wenn ich jetzt schreibe, dass Jenny Wilson R’n’B macht, dann könnte das irreführend sein. Bei der Musikrichtung denkt man an die Rihannas dieser Welt. Aber Jenny Wilsons zweites reguläres Album gehört nicht zu der Sorte Musik, die viel Airplay bekommt. Dafür ist die Musik zu vielschichtig und ist nicht geeignet zum Nebenbeihören.

Jenny Wilson will Aufmerksamkeit. Die sollte man ihr geben. Am besten fängt mit man „Only Here For The Fight“ an: der Song geht ins Ohr und in die Beine. Schöner Klavierrhythmus, dazu eine ruhigere Passage in der Mitte. Jenny Wilson sagt selbst, dass das Album von den Kämpfen handele, die damit verbunden sind, Mutter zu sein – das, um den Songtitel zu erklären. Das Album ist in vielen Punkten sehr zurückgenommen. Instrumentiert ist das Ganze mit einigen Percussioninstrumenten, aber auch Fingerschnipsen kann den Takt vorgeben. Spannend sind an den richtigen Stellen diverse Blasinstrumente eingesetzt, u.a. auch Flöten. Aber so richtig spannend ist die Stimme: Von Kehlkopfgesang („Clattering Hooves“) über lasziv-gehaucht bis rauchig-bluesig: Jenny Wilson kann’s. Und was noch viel bemerkenswerter ist: Sie schafft es, ein Album aufzunehmen, dass mir gefällt und als Grundlage eine Musikrichtung hat, die ich eigentlich unerträglich finde. Wer auch begeistert sein will, der hört sich das ruhige, aber durch die Streicher leicht dramatische „Porcelain Castle“ oder das vor-sich-hin-hüpfende „Anchor Made Of Gold“ oder die beiden Balladen „We Had Everything“ und „Strings Of Grass“ am Ende des Album an.

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